Gespräch über Begnadigung

Trump verbreitet Falschmeldung zu Netanjahu

Israels Präsident Herzog widerspricht Trumps Behauptung, es habe Gespräche über eine mögliche Begnadigung Netanjahus gegeben.
Newsdesk Heute
30.12.2025, 09:30
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Israels Präsident Isaac Herzog hat Aussagen von Donald Trump zurückgewiesen. Trump hatte behauptet, beide hätten über einen Antrag des US-Präsidenten gesprochen, Netanjahu wegen Korruptionsvorwürfen zu begnadigen. Laut Herzogs Büro hat es aber seit dem Begnadigungsantrag kein Gespräch zwischen Herzog und Trump gegeben. Das wurde am Montag klargestellt.

Trump sagte am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Netanjahu, er sei sicher, dass Herzog Netanjahu begnadigen werde. "Ich habe mit dem Präsidenten (Herzog) gesprochen und er sagte mir, dass (die Begnadigung) in Arbeit ist", so Trump.

Gegen Netanjahu läuft ein Prozess wegen Korruption. Ihm und seiner Frau Sara wird vorgeworfen, von Milliardären Geschenke wie Schmuck, Champagner und Zigarren im Wert von mehr als 260.000 Dollar (etwa 223.000 Euro) angenommen zu haben – und das im Gegenzug für politische Gefälligkeiten. Außerdem soll Netanjahu versucht haben, mit israelischen Medien eine für ihn vorteilhafte Berichterstattung auszuhandeln.

Netanjahu ist der erste amtierende Ministerpräsident Israels, der sich wegen Korruption vor Gericht verantworten muss. Ende November hat Netanjahu bei Präsident Herzog ein Gnadengesuch eingebracht. Er begründete das damit, dass der Prozess das Land spalte. Trump hatte Herzog schon zuvor aufgefordert, Netanjahu vorsorglich zu begnadigen.

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