Vor genau 50 Jahren ereignete sich jener Unfall, Niki Lauda unsterblich machte. Am Nürburgring verlor der Österreicher nach einem Defekt die Kontrolle über seinen Ferrari, krachte in die Leitplanke und blieb mehr als eine halbe Minute im brennenden Wrack eingeschlossen.
Mehrere Konkurrenten eilten dem dreifachen Weltmeister zu Hilfe – Arturo Merzario zog den bewusstlosen Lauda schließlich aus den Flammen. Der Wiener erlitt schwerste Verbrennungen und lebensgefährliche Lungenschäden, sein Überleben galt lange als ungewiss.
Was danach folgte, zählt bis heute zu den größten Comebacks der Sportgeschichte. Nur sechs Wochen nach dem Horror-Crash saß Lauda bereits wieder im Ferrari. Beim Grand Prix von Italien in Monza fuhr er sensationell auf Rang vier.
Den Unfall hatte er für sich bewusst schnell abgehakt. "Die schnelle Rückkehr gehörte zu meiner Strategie, nicht lange daheim zu sitzen und darüber nachzugrübeln", erklärte Lauda später. Auch mental ließ er den Horror hinter sich: "Ich bin nach sechs Monaten wieder so gefahren wie früher oder sogar besser."
Der Mut zahlte sich aus. Bereits ein Jahr nach dem Feuerunfall holte Lauda seinen zweiten Weltmeistertitel. Nach seinem zwischenzeitlichen Rücktritt – den er mit den legendären Worten "Ich will nicht mehr blöd im Kreis herumfahren" erklärte – kehrte er 1982 in die Formel 1 zurück und krönte sich 1984 zum dritten Mal zum Weltmeister.
Auch nach seiner aktiven Karriere prägte Lauda den Motorsport. Als Unternehmer gründete er mehrere Fluglinien, später führte er Mercedes gemeinsam mit Toto Wolff an die Spitze der Formel 1. Seine rote Kappe wurde weltweit zu seinem Markenzeichen.
Am 20. Mai 2019 starb Niki Lauda im Alter von 70 Jahren. Sein Feuerunfall auf dem Nürburgring bleibt bis heute einer der prägendsten Momente der Formel-1-Geschichte – und der Beginn einer außergewöhnlichen Comeback-Story.