Seit 2015 ist Max Verstappen nicht mehr wegzudenken aus der Formel 1. Erst bei Toro Rosso aktiv, reifte der Niederländer zum Star-Fahrer und zum mittlerweile vierfachen Formel-1-Weltmeister. Doch wo liegt die Zukunft Verstappens? Mit 28 Jahren steht der Star-Fahrer auf dem Scheideweg.
Klar ist: Der Niederländer steht bei seinem Red-Bull-Team eigentlich noch bis 2028 unter Vertrag, dieser hat aber eine Ausstiegsklausel, die nun theoretisch greifen würde, denn Verstappen liegt während der Sommerpause nicht unter den Top Drei der Fahrer-Weltmeisterschaft – er ist weit dahinter bloß Sechster. Verstappen kann die Klausel also ziehen und Red Bull am Saisonende verlassen, sofern er das möchte.
Wohin es gehen könnte? Bei Mercedes, das lange am Niederländer dran war, scheint die Tür mit Shootingstar Andrea Kimi Antonelli und Routinier George Russell zu zu sein. Derweil tat sich zuletzt McLaren als weitere Option für den Sieger von 71 Formel-1-Rennen auf. Dorthin wird auch sein Red-Bull-Vertrauensmann, Renningenieur Gianpiero Lambiase, wechseln. Die Bullen versuchen derweil, Verstappen die Ausstiegsklausel abzukaufen, beziehungsweise bis 2029 zu verlängern – ohne Klausel.
Zuletzt hatte Verstappen, entgegen früheren Äußerungen, kein klares Bekenntnis zu Red Bull abgegeben, Fragen nach seiner Zukunft unkommentiert gelassen. Über allem schwebt auch die Möglichkeit, dass der Niederländer der Rennserie komplett den Rücken kehren könnte. Er könnte eine Pause einlegen oder sogar aufhören. Das hatte der Star-Pilot immer in den Raum gestellt, sollte er die Freude an der Formel 1 verlieren. Und die Freude ist in den letzten Monaten aufgrund des neuen Motorenreglements deutlich zurückgegangen.
Auf die Zukunft des Red-Bull-Stars angesprochen, meldete sich nun auch Formel-1-Boss Stefano Domenicali zu Wort. Und der zeigte sich zuversichtlich, dass Verstappen zumindest Teil der Motorsport-"Königsklasse" bleibt. "Meine Meinung ist, dass Max bei uns bleiben wird. Und ich hoffe das wirklich. Max ist ein unglaublicher Fahrer. Er liebt die Formel 1, ich habe ein großartiges Verhältnis zu ihm", meinte der Italiener. Auf ein Team wollte er sich freilich nicht festlegen.
Auf die Kritik des Niederländers am neuen Formel-1-Regelwerk angesprochen, gab sich Domenicali zurückhaltend. "Wir sind nicht hier, um irgendjemandem den Mund zu verbieten. Jeder darf seine Meinung haben. Ich spreche lieber hinter verschlossenen Türen darüber, um gemeinsame Lösungen zu finden", sagte der Boss der Rennserie.
Nun hat Verstappen Zeit, nachzudenken. Die Formel 1 legt eine Rennpause bis Ende August ein. Verstappen kann bis in den Oktober hinein entscheiden, ob er seine Ausstiegsklausel nun zieht.