Ex-ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger droht eine Sperre. Weil der Niederösterreicher 2010 sein Amt als Teamchef von Bahrain aus Gründen der Sicherheit zurückgelegt hatte, da der Golf-Cup im Jemen ausgetragen worden war, soll er nun eine Konventionalstrafe von 125.000 Dollar (92.414 Euro) an den Verband von Bahrain zahlen. Im "Heute"-Interview sagt er: "Das ist das Ende meiner Trainerkarriere."
droht eine Sperre. Weil der Niederösterreicher 2010 sein Amt als Teamchef von Bahrain aus Gründen der Sicherheit zurückgelegt hatte, da der Golf-Cup im Jemen ausgetragen worden war, soll er nun eine Konventionalstrafe von 125.000 Dollar (92.414 Euro) an den Verband von Bahrain zahlen. Im "Heute"-Interview sagt er: "Das ist das Ende meiner Trainerkarriere."
Eigentlich hatte sich Hickersberger mit dem damaligen Verantwortlichen mündlich auf eine einvernehmliche Auflösung seines Vertrages geeinigt, womit die Strafzahlung hinfällig wurde. Doch nach einem Wechsel an der Spitze klagte der Verband und bekam vom Internationalen Fußball-Verband (FIFA) Recht.
Neben den 125.000 Dollar verlangt der Verband von Bahrain von Hickersberger auch Prozesskosten. Da der 65-jährige Coach aber den Zahlungsaufforderungen laut "Krone" und "Kurier" nicht nachkommen will, scheint eine Sperre der FIFA sicher.
"Heute": Die FIFA hat Sie zur Zahlung einer Strafe verdonnert. Warum?
Josef Hickersberger: Die FIFA ist der Meinung, dass ich meinen Vertrag als Bahrain-Teamchef 2010 vorzeitig aufgelöst habe. Richtig ist: Ich wollte nicht zum Gulf Cup in den Jemen reisen, weil es mir zu gefährlich war. Die Trennung mit Scheich Al-Khalifa erfolgte aber einvernehmlich.
Warum kam es dann zu einem Prozess bei der FIFA?
Hickersberger: Der Nachfolger des Bahrain-Präsidenten verlangte das Geld zurück. Er klagte und bekam jetzt recht.
Sie wollen die Strafe aber nicht zahlen.
Hickersberger: Nein, aus Prinzip nicht. Ich bot das Scheich Al- Khalifa ja an. Als Ehrenmann lehnte er das ab. Er sagte: 'Josef, wir sind Freunde. Ich nehme kein Geld von dir.' Die Vertragsauflösung war ein Geschenk an mich. Und das Geschenk eines Scheichs nimmt man an."
Was passiert, wenn Sie die Strafe nicht zahlen?
Hickersberger: "Dann sperrt mich die FIFA. Für ein oder zwei Jahre. Auf jeden Fall ist es das Ende meiner Trainer-Karriere."
Ist Ihr Name im arabischen Raum jetzt ruiniert?
Hickersberger: "Nein, auf keinen Fall. Ich hege keinen Groll. Ich habe in diesen Ländern Lebenserfahrung gewonnen. Ich habe nie den Missionar gespielt, sondern versucht, mich anzupassen."