Sport

Hickersberger: "Scharner ist kein Kapitän"

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:10

Aufreger! Ex-Teamchef Pepi Hickersberger ist im Heute-Interview knallhart. Der 62-Jährige spricht über die Entwicklung des Nationalteams, Kapitän Paul Scharner, die heimische Bundesliga, die Zukunft von Rapids Steffen Hofmann und Salzburgs Erfolge in der Europa League.

Am 12. Februar startet die Bundesliga. Wer wird Meister?

Rapid oder Salzburg! Da lege ich mich fest. Dahinter geht es nur noch um die Plätze. Austria Kärnten wird absteigen.

Was raten Sie Steffen Hofmann. Soll er bei Rapid bleiben?

Rapid weiß, wie wichtig er ist. Für Steffen sollten sie den finanziellen Rahmen sprengen und den Vertrag verlängern.

Wie sehen Sie Salzburgs Erfolge in der Europa League?

Huub Stevens sollte in Salzburg neben Mozart ein Denkmal bekommen. Was er aus dieser Salzburger Mannschaft gemacht hat, ist sensationell. Gegen Standard Lüttich traue ich ihnen auch den Aufstieg in die nächste Runde zu.

Themenwechsel: Wie sehen Sie die Entwicklung der Nationalmannschaft seit der EURO?

Das Team wurde noch jünger, als es zu meiner Zeit war. Teamchef Didi Constantini vertraut nur teilweise den Spielern, auf die ich gesetzt habe, wie Andreas Ivanschitz oder Martin Stranzl.

Verwundert, dass Paul Scharner Kapitän des Teams ist?

Das verstehe ich nicht. Persönlich habe ich nichts gegen ihn, für mich ist Paul aber kein Kapitän. Ich will Didi Constantini und seine Entscheidung aber nicht kritisieren.

Was sagen Sie zur Kritik von György Garics am Teamchef?

Das spricht für die Mündigkeit des Spielers. Ich mag solche Typen wie György, die sagen, was sie sich denken. Man kann doch schließlich über alles reden.

Auch mit Paul Scharner?

Ich habe mit ihm gesprochen. Das Problem war, dass er nicht in mein System passte. Der Paul ist für mich ein Innenverteidiger und da habe ich anderen vertraut.

Stefan Weger

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