Ausgerechnet auf einem kleinen österreichischen Bauernhof-Grundstück mit Berggasthof in Hinterreit (Salzburg) verhilft der Österreicher Peter Hörl der internationalen Ski-Elite seit 15 Jahren zu Weltcup-Spitzenplätzen.
Anstelle eines Starts bei der Abfahrt in Bormio wollte der Schweizer Carlo Janka diese und nächste Woche in Hinterreit bei Salzburg ein Trainingscamp aufschlagen. Dort hätte der Riesenslalom-Olympiasieger laut Schweizer "Blick" auf dem Gelände des österreichischen Viehbauern Peter Hörl die Basis für die Rückkehr an die Weltspitze legen sollen.
"Die nächsten Tage kommt Maria Riesch"
Doch wie Peter Hörl im Gespräch mit "Heute.at" erzählt, hat das Schweizer Ski-Team die Trainingstage in der Salzburger Bergwelt gecancelt. "Dafür kommt Maria Riesch die nächsten Tage zum Training. Es sind über den Winter immer wieder Spitzenläufer aus allen Nationen bei uns zu Gast."
Der ruhige Berggasthof der Familie Hörl liegt am Familienberg Hinterreit (900 m) nahe Maria Alm am steinernen Meer, direkt neben den Skiliften.
Der Cheftrainer der Schweizer, Sepp Brunner, sagte dem "Blick", was den kleinen Privat-Hang mit nur zwei Liften so besonders macht: "Der Peter (Anm.: Hörl) betreibt auf seinem Gut eine Schleppliftanlage, die Piste auf der rechten Seite ist präpariert wie eine Weltcup-Strecke. Um diese Jahreszeit findet man sonst auf der ganzen Welt keinen Skiort, wo man derart unbehelligt und gut trainieren kann wie hier."
Die Hörl-Piste machte schon Hermann Maier Beine
Die Schweizer kommen regelmäßig, meist vor den Heim-Rennen in Wengen und Adelboden. Auch die US-Skistars Bode Miller und Ted Liegty trainierten bereits auf dem "Goldhang" von Peter Hörl, der sogar über eine eigene Beschneiungsanlage verfügt. "Es ist immer wieder eine besondere Ehre, wenn Top-Läufer bei uns trainieren und in unserem Gasthof übernachten", freut sich Hörl.
"Wir haben uns vor 15 Jahren mit der einen Piste auf Top-Trainingsbedingungen für den Weltcup spezialisiert. Der Hang hat extra Übergänge und schwere Passagen. Gleichzeitig können bis zu drei Riesentorlauf-Kurse gesteckt werden."
Sogar Hermann Maier hat zu seiner aktiven Zeit immer wieder in Hinterreit, nur unweit von seiner Flachauer Heimat, vorbei geschaut. Aktuell kommen auch unsere ÖSV-Stars bei Bedarf zu Peter Hörl. So geheim und ruhig wie es die Ski-Stars gerne haben, ist der Hinterreiter Gold-Hang aber nicht mehr. "Sogar Vera Russwurm war bereits hier und hat einen TV-Beitrag gedreht", berichtet Hörl stolz.