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Hier sollen Tabakfirmen für Tschick auf Straßen brennen

Pro Jahr landen Millionen von Tschick-Stummel auf der Straße. Ein neues Umwelt-Gutachten soll Tabak-Giganten in Spanien jetzt dafür zahlen lassen.

Robert Cajic
Tabakfirmen müssen für Tschick-Reste in Spanien tief in die Tasche greifen.
Tabakfirmen müssen für Tschick-Reste in Spanien tief in die Tasche greifen.
Alessandra Sarti / imageBROKER / picturedesk.com

Laut einer katalonischen Studie liegen die Kosten für die Beseitigung von Zigarettenresten pro Person bei zwischen 12 und 21€ im Jahr – auf ganz Spanien bezogen macht das Kosten in Höhe von 880 Millionen Euro aus. Für die Aufräumung der Tschick-Stummel sollen jetzt die Zigarettenfirmen aufkommen, so ein Anfang Jänner verabschiedetes Gesetz.

Tschick-Hersteller zahlen ab jetzt für Sauberkeit

Für Tabakfirmen könnte der Verkauf von Tschick bald teurer werden als gedacht, denn: Die Verkäufer der Zigaretten sollen in Spanien für die (Un-)Sauberkeit in den Straßen und an den Stränden zahlen. Im Rahmen eines neuen Umweltschutz-Paketes der spanischen Regierung trat mit der "Tschick-Steuer" mit 6. Jänner ein dementsprechendes Gesetz in Kraft. 

Die Kosten für die Aufräumarbeiten, die schon fast in Milliarden-Höhe angestiegen sind, sollen nun von den Tabakfirmen gezahlt werden. Darüber hinaus müssen die Tschick-Hersteller in Zukunft auch aktiv darauf hinweisen, dass das Entsorgen von Zigaretten-Resten auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder Stränden verboten ist.

Kostet Tschick-Packerl bald neun Euro?

Anfang des Jahres schlug die Regierung Barcelonas sogar vor, 20 Cent pro Tschick für die Umwelt einzuheimsen – bei den derzeitigen Preisen würde ein Packerl demnach 9 Euro kosten! Zwar wurde diese Idee noch nicht umgesetzt, dafür wurden aber weitere Umweltschutz-Maßnahmen in das neueste Gesetzes-Paket eingeschnürt. Demnach müssen Zigarettenverpackungen demnächst komplett plastikfrei sein.

An den Stränden Barcelonas seine Tschick-Reste wegzuwerfen zahlt sich ohnehin nicht aus, denn: Bei einem solchen Rechtsbruch straft die lokale Polizei die "Übeltäter" mit einer Geldstrafe von 30 Euro ab.

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