Hilfe für Erdbeben-Opfer: Doskozil zu Besuch in Zagreb

Ende 2020 erschütterte Kroatien ein schweres Erdbeben. In Österreich wurden einige Hilfsaktionen für das Balkan-Land gestartet, auch im Burgenland.

Ende Dezember vergangenen Jahres wurde Kroatien von einer Reihe heftiger Erdbeben erschüttert. Teilweise erreichten die Beben sogar eine Magnitude von bis zu 6,5 auf der Richterskala. Die Katastrophe hinterließ riesige Schäden – 50.000 Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Bei den teils sehr heftigen Beben kamen sogar einige Menschen ums Leben.

Zahlreiche Familien haben all ihr Hab und Gut verloren, tausende Menschen stehen ohne Dach über dem Kopf dar. Sehr schnell ließ die Regierung dem Land Katastrophenhilfen aus Österreich zukommen. Auch verschiedene Spendenaktionen wurden für die Erdbebenopfer in Kroatien organisiert. (Mehr dazu hier >>)

Doskozil mit Diözesanbischof in Zagreb

Am Samstag waren nun auch Eisenstadts Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zu Besuch in Zagreb. Der Anlass: Die von ihnen gestartete Hilfsaktion "Ein Dach für Kroatien". Unter diesem Titel hat die Diözese Eisenstadt im März nämlich eine Hilfsaktion für die Betroffenen der Erdbeben-Katastrophe initiiert, die jetzt in die erste Umsetzungsphase geht.

Im Rahmen ihres Zagreb-Besuchs haben Doskozil und Zsifkovics zwei Häuser im Zagreber Vorort Čučerje übergeben, die von der Diözese Eisenstadt und vom Land Burgenland gemeinsam finanziert werden und den Auftakt für die Hilfsaktion bilden. Zur Verfügung stehen die zwei in Holzbauweise erstellten Häuser einerseits einer vom Erdbeben schwer betroffenen siebenköpfigen Familie, andererseits der Pfarre Čučerje.

"Gebot der Solidarität"

Hierzu sagt der Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics: "Im Geiste des heiligen Martin haben wir in Kooperation - das Land Burgenland, die Diözese Eisenstadt, die Stadt Zagreb, die Kroatische Regierung, die Erzdiözese Zagreb und die Caritas Burgenland - diese konkrete Martinstat mit diesen ersten zwei Häusern gesetzt."

Auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ist erfreut über diesen Schritt und verweist auf die dringend notwendige Solidarität. Er erinnert daran, dass durch das Erdbeben im Vorjahr etwa 50.000 Gebäude zerstört oder beschädigt wurden. Außerdem würden über 7.500 Menschen in Notschlafstellen leben, betonte er. 

In so einer Situation ist Zusammenhalt gefragt. Gerade für das Burgenland mit seinen besonderen kulturellen und historischen Beziehungen zu Kroatien ist es ein Gebot der Solidarität, diese humanitäre Initiative mitzutragen."

Weitere "Dächer für Kroatien"

Durch Spenden sollen weitere "Dächer für Kroatien" finanziert werden. Die Holzhäuser aus dem Burgenland sind als dauerhaftes Zuhause für Familien in Kroatien geplant, die durch das Erdbeben nach Weihnachten 2020 in Zagreb und in der Gespanschaft Sisak-Moslavina ihr Obdach verloren haben. Landeshauptmann Doskozil will die Initiative auch bei der nächsten Landeshauptleute-Konferenz vorstellen, Diözesanbischof Zsifkovics wird auch die Bischofskonferenz damit befassen. 

 So soll ein österreichweites Hilfsnetzwerk entstehen.

Im Rahmen ihres Kroatien-Besuchs trafen Doskozil und Zsifkovics auch mit der Bürgermeisterin von Zagreb Jelena Pavičić Vukičević zusammen. Zum Abschluss machte sich die burgenländische Delegation ein Bild von den schweren Schäden im Erdbebengebiet der Region Banovina.

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