Beim Traditionsbetrieb Hipp in Gmunden kommt es laut "Kronen Zeitung" zu einem Stellenabbau. Das deutsche Familienunternehmen schließt eine von vier Produktionslinien am Standort im Salzkammergut. 26 Beschäftigte sind davon betroffen, sie wurden am Mittwoch gekündigt und sofort freigestellt.
Rund 400 der insgesamt 3.200 Mitarbeiter arbeiten in Gmunden. Künftig werden es um 26 weniger sein. Als Grund nennt das Unternehmen eine strategische Entscheidung: "Hipp hat nach technischer und wirtschaftlicher Bewertung entschieden, eine der vier Produktionslinien am Standort Gmunden mit Ende Februar stillzulegen", heißt es gegenüber der "Krone".
Ziel sei es, "um die Wettbewerbsfähigkeit des Werks zu sichern". Man stehe weiterhin zum Standort Gmunden. Der Konzern mit Hauptsitz in Bayern erwirtschaftet einen Jahresumsatz in der Größenordnung von einer Milliarde Euro. In Gmunden ist die Produktion auf Sonderprodukte mit höherem technologischem Aufwand spezialisiert, etwa auf Babynahrung im Quetschbeutel.
Laut Berichten soll es rund um die Kündigungen für Unruhe gesorgt haben. Von überfallsartigen Entlassungen nach Schichtende war die Rede. Das weist das Unternehmen zurück: "Die Mitarbeiter wurden einzeln in persönlichen Gesprächen und einem geschützten Rahmen über die Veränderung informiert", so Hipp zur "Krone".
Für die gekündigten Beschäftigten wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. Dieser sieht sozial gestaffelte Zahlungen, einen Zuschuss für minderjährige Kinder sowie Unterstützung bei Bewerbungsunterlagen vor. In sensiblen Bereichen wie der Lebensmittelproduktion ist eine bezahlte Freistellung laut Unternehmen nicht unüblich und dient der Betriebssicherheit.
Trotz des Einschnitts betont Hipp, auch künftig am Standort Gmunden festhalten zu wollen.