Hirscher hat ÖSV-Star für sein Ski-Team auf Wunschliste

Hirscher: "Noch nie solche Schwünge im Steilhang gesehen."
Hirscher: "Noch nie solche Schwünge im Steilhang gesehen."GEPA
Ski-Ikone Marcel Hirscher wird mit seinem "Van Deer"-Ski ein eigenes Racing-Team gründen. Ein ÖSV-Rennläufer hat ihm den Kopf verdreht.  

"Ich habe noch nie solche Schwünge im Steilhang von Sölden gesehen", sagt Marcel Hirscher (67 Weltcupsiege, neun Goldmedaillen bei Großereignissen) und kommt dabei aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. 

"Nicht von Ligety oder Miller. Auch nicht von mir." Tausende Schwünge habe er am schwierigen Rennhang auf dem Rettenbachferner in Sölden gesehen und analysiert. Diese Schwünge seien die besten gewesen. Die besten aller Zeiten. "Das war unvorstellbar."

ÖSV-Läufer verdreht Hirscher den Kopf

Es ist ein ÖSV-Athlet, der "Ski-Gott" Hirscher beim Auftaktrennen der Weltcup-Saison in Sölden den Kopf verdrehte: Stefan Brennsteiner.

"Es war zu viel, aber mega"

Der Salzburger, der bereits im Frühjahr zwei Mal als Dritter auf das Stockerl carvte, schied beim Saisonstart mit einer Top-Zwischenzeit aus. "Es war zu viel, aber mega", resümiert Hirscher.  

"Der Aufwand ist unfassbar groß, aber wir wollen in den Weltcup"

Mit seinem neuen "Van Deer"-Ski wird der 32-Jährige bald ein eigenes Racing-Team gründen. "Ein Riesenprojekt. Da wird viel Wissen von mir einfließen. Der Aufwand ist unfassbar groß, aber wir wollen in den Weltcup", stellt Hirscher klar.

Seit einem Jahr scoutet er bereits Kandidaten. "Nur die wissen es nicht. Es wird nicht einfach sein, jemanden zu finden, der diese Kompromisslosigkeit mitgehen will. Wir reden da vom Profisport. Die Läufer müssen auch meinen hohen Ansprüchen genügen."

Die Bande zu Brennsteiner

Brennsteiner ist der ÖSV-Läufer, der auf Hirschers Wunschliste ganz oben steht. Er ist Schützling von seinem Vater "Ferdl" in der rot-weiß-roten RTL-Gruppe. Zudem ist "Bründl Sports" der Helmsponsor von Brennsteiner. In "Bründl"-Shops werden auch Hirschers neue Ski verkauft. 

Die erste Tranche, der in Stuhlfelden in Salzburg produzierten 1.500 Paar Ski, war rasch vergriffen. "Wir hätten 10.000 Paar Ski verkaufen können", verrät Hirscher-Manager und "Van Deer"-Geschäftsführer Dominic Tritscher "Heute". "Wir können aber nicht zaubern. Es gibt aktuell eine Warteliste."

Verhandlungen mit ÖSV laufen

Tritscher bestätigt gegenüber "Heute" laufende Verhandlungen bezüglich dem Racing-Team: "Wir verhandeln mit allen Verbänden, auch mit dem ÖSV. Ob wir 2022 oder 2023 in den Weltcup einsteigen, ist nicht entscheidend." 

"Ich habe mir Druck ohne Ende aufgelegt"

Hirscher selbst fehlt das Rennfahren übrigens nicht. "Jeder Beruf hat seinen Preis. In meinem Fall war das ein ziemlich fetter. Es war beinhart und zu viel, um ehrlich zu sein", stellt er klar.

"Ich habe mir Druck ohne Ende aufgelegt. Gefühlt ging es bei mir um Leben und Tod. Nur deshalb waren die Leistungen möglich. Faszinierend ist, dass ich das über so lange Zeit machen konnte."

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