Er fährt an der Grenze der Physik, verbraucht 80 Paar Slalom-Ski pro Jahr und liebt schnelle Motorräder: Marcel Hirscher (21) ist der neue Star im nicht gerade mit Typen gesegneten alpinen ÖSV-Lager. Nach der Hirscher-Show in Val dIsere (Fr) - gekrönt von seinem dritten Weltcup-Sieg - verrät Heute, wie das Bewegungstalent wirklich tickt.
Sieg in Val dIsere: Ich habe mich beim Fahren gar nicht so schnell gefühlt, grinst er. Aber der Hang mag mich und ich ihn.
Die Technik: Ich fahre ruhiger als im Vorjahr, erklärt er. Der fliegende Holländer (Mutter aus Den Haag) carvt ohne jeden Drift. Das bringt Zeit, bedarf aber perfekter Materialabstimmung.
Der Tüftler: Hirscher kennt jede Schraube an Ski und Schuh. Im Vorjahr verbrauchte er 80 Slalom-Ski. Hin und wieder trainiere ich weniger, um zu tüfteln. Erster Ansprechpartner: der alte Ferdl - so nennt er seinen Papa.
Risiko: Ich stehe auf alles, was schnell, gefährlich und verboten ist. Fallschirmspringen, Motocrossfahren, nur beim Surfen zögert er: Aus Angst vor Haien!
Vorbild: Hermann Maier beeindruckt ihn. Von Vergleichen will er aber nichts wissen. Ich bin doch nur eine halbe Portion im Vergleich zu ihm, winkt er ab.
Freundin: Blond, 1,85 m groß, ehemalige Miss Salzburg. Laura hat bayrische Wurzeln - und jobbt als Model in Mailand (It).
Martin Huber