Hirscher in Zagreb um Siegesserie und Gesamtweltcup

Bild: GEPA pictures/ Wolfgang Grebien

Marcel Hirscher ist beim ersten Weltcuprennen 2015 in gleich dreifacher Mission unterwegs. Der Salzburger kann nicht nur den Zagreb-Flutlichtslalom als Erster zum dritten Mal in Folge gewinnen, er startet in der kroatischen Hauptstadt auch die entscheidende Attacke in Richtung vierten Weltcup-Gesamtsieg. Schon ein 2. Platz würde ihn zudem zum erfolgreichsten österreichischen Slalomfahrer machen.

Härtester Sieg-Konkurrent beim Flutlicht-Rennen am Dienstag () wird auch in Kroatien Felix Neureuther sein. Der 29-Jährige hat den jüngsten Slalom in Madonna gewonnen und ist mit seinen zehn Weltcupsiegen nun vor Markus Wasmeier erfolgreichster Deutscher.

Hirscher weiß, dass sein Kumpel in der Form seines Lebens ist. Doch der Tüftel-Freak aus Österreich ließ in der Weihnachtspause nichts unversucht, um nach Platz sieben in Italien die Ursache (Ski grub sich zu sehr ein) zu analysieren und im Training wieder schneller zu werden. Ist der Sljeme ähnlich eisig wie beim Damenrennen, stehen die Chancen des Slalom-Akrobaten aus Annaberg gut.

Neureuther der Mann der Stunde

Neben Henrik Kristoffersen wird aber auch in Zagreb Neureuther der Mann sein, den es zu schlagen gilt. Der Deutsche ist drauf wie noch nie und macht auch kein großes Geheimnis daraus. Er kann am Dienstag der erste Deutsche seit 25 Jahren mit zwei Slalomsiegen in Folge werden. Armin Bittner hatte im Jänner 1990 in Kranjska Gora und Schladming gewonnen.

Neureuther ist zudem sehr konstant bei seinen Spitzenleistungen. Als einziger ist er bisher in allen drei Saisonslaloms auf das Podium gekommen und damit saisonübergreifend in den jüngsten acht Weltcup-Slaloms nie schlechter als Dritter gewesen. Das Rennen am Zagreber Bärenberg ist aber durchaus eine offene Sache. Denn die drei bisherigen Slaloms der WM-Saison haben mit Kristoffersen (Levi), Hirscher (Aare) und Neureuther (Madonna) drei verschiedene Sieger gebracht.

Hirscher vorsichtig optimistisch

Marcel Hirscher glaubt an seine Chance, den Klassiker in Zagreb zum dritten Mal zu gewinnen: "Die Hoffnung ist da. Es wird aber schwierig, denn nach dem doch enttäuschenden letzten Slalom ist das schwer einzuschätzen", gibt sich der Salzburger vorsichtig. Zuletzt schaute in Madonna di Campiglio nur ein siebenter Platz heraus. In der Weihnachtspause hat Hirscher im Training hart an sich gearbeitet: "Ich habe alles versucht. Steil, flach, eisig, weich, es war alles dabei." 

Dabei fehlte dem Salzburger aber der Vergleich, Hirscher trainierte alleine: "Man weiß nur, wie man selbst drauf ist. Was das wert ist, zeigt dann aber erst der Härtetest. Ob also der Speed so weit passt, dass ich mit den deutschen Kollegen mithalten kann, trau ich mich nicht zu sagen." Gerade weil einige Klassiker anstehen, fokussiert sich Hirscher vermehrt auf den Slalom: Es ist der Slalom-Monat Jänner und ich muss schauen, dass ich in Form komme. Denn in den vergangenen Jahren haben wir den Slalom etwas vernachlässigt."

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