Hirscher ist Drama

Bild: marcgirardelli.com

Von 22 auf 2 - das haben nicht viele im Ski-Zirkus geschafft. Marcel Hirscher sorgte in Schladming für das nächste Ski-Drama. Zuerst schlug eine Drohne hinter ihm ein, dann verschwand sein Sieger-Ski, jetzt fuhr er fast blind aufs Podest.

Von 22 auf 2 – das haben nicht viele im Ski-Zirkus geschafft. Marcel Hirscher sorgte in Schladming für das nächste Ski-Drama. Zuerst schlug eine Drohne hinter ihm ein, dann verschwand sein Sieger-Ski, jetzt fuhr er fast blind aufs Podest.

Es gab einmal Showtypen im Ski-Zirkus wie Alberto Tomba, die hätten solche Dramen inszeniert, um im Scheinwerferlicht schön zu schillern. Hirscher traue ich das nicht zu. Er tut alles für den Sieg und die fünfte Kristallkugel in Serie. Am Tag nach dem Nightrace hatten wir einen Interview- Termin bei ihm daheim in Annaberg ausgemacht. Gestern Vormittag läutete mein Handy: "Tut mir leid, ich bin zu müde."

Ich kann Marcel verstehen. Und ich kann ihn beruhigen. Marcel wird als Erster diese fünfte Kugel in Serie holen. Weil er dann am besten ist, wenn der Druck am größten ist. Er killt mit Aggressivität seine Nervosität. Seit fünf Jahren hat seine Karriere keine einzige Delle – das schaffte nicht einmal der große Stenmark. Wie Stenmark baut Hirscher eine Schutzwand um sich auf. Vor wichtigen Rennen lässt er am Start die Jalousien runter.

Er wirkt aber auch danach angespannt – so ganz anders als Showman Hermann Maier. Zwei Mal hat Hirscher diese Saison den Weltcup schon abgeschrieben. Nach der Verletzung von Svindal war plötzlich Kristoffersen der Beste. Das ist er aber nur im Slalom. Da ist er einen Tick besser als Hirscher. Es steigen aber nur noch vier Slaloms und sechs Riesentorläufe. Drama ist ganz sicher auch dann garantiert.

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