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Hirscher kehrt auf seine Gold-Piste zurück

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:23

Vor einem Jahr raste Marcel Hirscher im WM-Slalom auf der Schladminger Planai zu Gold. Am Dienstag kehrt er wieder an den Ort seines bisher größten Erfolges zurück und steht unter Druck. Nicht nur 45.000 Fans wollen ihn siegen sehen. Er darf sich in Hinblick auf den Gesamtweltcup keinen weiteren Ausfall leisten.

Vor einem Jahr raste Marcel Hirscher im auf der Schladminger Planai zu Gold. Am Dienstag kehrt er wieder an den Ort seines bisher größten Erfolges zurück und steht unter Druck. Nicht nur 45.000 Fans wollen ihn siegen sehen. Er darf sich in Hinblick auf den Gesamtweltcup keinen weiteren Ausfall leisten.

"Wenn ich an Schladming denke, geht mir das Herz auf", meinte der Salzburger vor dem Weltcup-Slalom (.

Doch vollauf überzeugt von seiner aktuellen Form im Stangenwald ist Hirscher nicht. "Punkto Schnelligkeit hat sich nichts geändert. Aber ich bin nicht ganz so solide wie vor einem Jahr. Da habe ich eine ganze Slalom-Saison lang so gut wie keinen Fehler gemacht", sagte Hirscher.

Warmer Winter kommt Fahrstil nicht entgegen

Der Hauptgrund liegt für Hirscher auf der Hand. Der bisher ausgesprochen warme Winter und die dadurch stets sehr weichen Pisten kommen seinem Fahrstil nicht wirklich entgegen. "Der vergangene Winter war deutlich kälter. Bei den Bedingungen in diesem Winter ist mein Fahrstil schon sehr gefährlich", weiß der Verfechter des Mottos "Alles oder nichts".

Umso erfreuter ist Hirscher, dass inzwischen der Winter in Österreich Einzug gehalten hat. Für Dienstagabend sind in Schladming Temperaturen von minus zehn Grad Celsius vorausgesagt. Probleme mit der Sicht unter den Schladminger Flutlichtmasten wird Hirscher weniger denn je haben, schließlich hat sich Hirscher im Mai 2013 in der Universitäts-Augenklinik in Salzburg beide Augen "lasern" lassen.

Hirscher zählt auch Matt zu Favoriten

Die Favoritenrolle teilt sich Hirscher wie in Kitzbühel mit dem Deutschen Felix Neureuther. Den derzeit in bestechender Form fahrenden Franzosen Alexis Pinturault hat Hirscher aber natürlich wie u.a. auch seinen Tiroler Teamkollegen Mario Matt ebenfalls "auf dem Zettel". Auf dem Ganslernhang hatte am vergangenen Freitag Neureuther triumphiert, Ausfall in Kitz macht ihm schwer zu schaffen

Dieser Einfädler hatte Hirscher extrem stark zugesetzt, wie er nach dem "Kitz"-Wochenende gestand: "So enttäuscht war ich schon sehr, sehr lange nicht, ein solches Stechen in der Brust habe ich lange nicht erlebt. Das war eine echte Tetschn."

Umso wichtiger war es für Hirscher, am Sonntagabend wieder in (fast) gewohnter Manier zu überzeugen. Das sah auch sein Coach Michael Pircher so. "Das war nach dem Freitag psychologisch absolut wichtig", meinte Pircher nach dem dritten Gesamtrang seines Schützlings in der "Kitz"-Kombi.

Ausfallen verboten

Nicht unwichtig ist das Rennen auch in Hinblick auf den Gesamtweltcup. Da liegt Hirscher derzeit 102 Punkte hinter Aksel Lund Svindal. Da der Norweger in Schladming aber nicht an den Start gehen wird, könnte der Salzburger mit einem Sieg den Abstand sogar auf zwei Punkte verkürzen. 

Polizei rechnet mit 45.000 Fans

Die Polizei hat die Vorbereitungen auf das Event so gut wie abgeschlossen. Rund 45.000 Besucher werden erwartet und beim Verkehrskonzept wird auf Altbewährtes gesetzt. 4.000 Pkw- und 400 Bus-Parkplätze stehen zur Verfügung und können trotz Schneefalls genutzt werden. "Der Boden ist gefroren, alles kein Problem", sagte Verkehrskoordinator Gerhard Pitzer am Montag.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre sowie der WM machen sich bezahlt: "Wir erwarten keine Überraschungen mehr." Auch unter den Besuchern wüssten schon viele, wohin es zu den Parkplätzen geht und wie sie von dort zu Fuß zum Stadion kommen. Zehn bis 15 Minuten Fußweg seien realistisch, so Pitzer. Sehr recht sei ihm der sukzessive Anstieg der Gäste, die mit Bus kommen, denn das entlaste den Pkw-Verkehr.

Wichtig für die Autofahrer sei, dass in Schladming selbst keine Parkplätze zur Verfügung stehen, alle Pkw werden bereits vor der Stadt zu den Parkplätzen abgeleitet. Der Beamte empfahl dringend eine frühzeitige Anreise, um Staus zu verhindern.

APA/red

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