Hirscher, Thiem, Alaba! Wer ist Ihr Sport-Topstar?

Die Wahl zum Sportler des Jahres wird spannend wie nie zuvor. Marcel Hirscher, Stefan Kraft, Dominic Thiem oder David Alaba? Stimmen Sie ab.

Am 4. März schien die Wahl zum Sportler des Jahres entschieden. Ski-Superstar Marcel Hirscher holte zum sechsten Mal in Serie die große Kristallkugel. Unmenschlich! Sportgeschichte! Nicht nur für ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel, auch für die Sportfans im Land, war klar: Der alte Sportler des Jahres wird auch der neue sein.

Dann hob der neue "Super-Adler" Stefan Kraft ab – und flog direkt in die Geschichtsbücher: Gesamtweltcup-Sieg, WM-Gold, Weltrekord. Erste Zweifel am Solo von Hirscher bei der Sportlerwahl kamen auf.

Jetzt droht Hirscher ein Slalom statt dem Solo: Der Erfolgslauf von Tennis-Shootingstar Dominic Thiem gibt der Wahl zum Sportler des Jahres nun neue Brisanz.

Österreichs Sportler des Jahres seit 2000

2016: Marcel Hirscher (Ski Alpin)
2015: Marcel Hirscher (Ski Alpin)
2014: David Alaba (Fußball)
2013: David Alaba (Fußball)
2012: Marcel Hirscher (Ski Alpin)
2011: T. Morgenstern (Skispringen)
2010: Jürgen Melzer (Tennis)
2009: Wolfgang Loitzl (Skispringen)
2008: T. Morgenstern (Skispringen)
2007: Thomas Vanek (Eishockey)
2006: Benjamin Raich (Ski Alpin)
2005: Georg Totschnig (Radsport)
2004: Markus Rogan (Schwimmen)
2003: Werner Schlager (Tischtennis)
2002: S. Eberharter (Ski Alpin)
2001: Hermann Maier (Ski Alpin)
2000: Hermann Maier (Ski Alpin)

"Heute" listet die Top-Kandidaten, ihre Erfolge und ihre Stärken auf. Stimmen Sie ab: Wer ist ihr Sportler des Jahres?

Dominic Thiem

Thiem ist im Jahresranking 2017 der drittbeste Tennisspieler der Welt! Mit Betonung auf Welt: Denn Tennis ist im Vergleich zu Skifahren oder Skispringen eine Welt-Sportart.

Thiems Aufstieg ist raketenmäßig: von Platz 921 im Jahr 2010 auf Position sieben jetzt. Heuer triumphierte er in Rio, nach den Final-Niederlagen von Barcelona und Madrid ist klar: Thiem ist auf Sand der erste Herausforderer von Rafael Nadal. Und er hat noch Luft nach oben. Sein Trainer Günter Bresnik sagt: "21 Vorhandfehler gegen Nadal sind zu viel. In ein paar Jahren ist Dominic dort, wo er hingehört." Thiem selbst sagt: "Mein Traum ist der Sieg bei den French Open." Triumphiert er im Juni dort, wird die Luft für seine größten Rivalen bei der Sportlerwahl, Marcel Hirscher und Stefan Kraft, dünn. Thiems Vater sagt: "Es kann zumindest nicht sein, dass schon vornherein gesagt wird, dass Hirscher, so hervorragend es ist, sechs Mal in Folge den Gesamtweltcup zu gewinnen, oder Kraft Sportler des Jahres werden. Man sollte Leistungen von Sportlern würdigen, die zwölf Monate Topleistungen bringen", stellte Thiems Papa zuletzt klar.

Marcel Hirscher

Maschine Marcel! Mit dem sechsten Gesamtweltcup-Sieg in Serie stellte er einen Rekord für die Ewigkeit auf. "Das Unschaffbare ist machbar geworden", sagte Hirscher selbst.

In St. Moritz krönte er seine Super-Saison! Doppel-Gold in seinen Parade-Disziplinen Slalom und Riesenslalom, nachdem er in der Superkombi Gold um eine Hundertstel verpasste und mit einer Krankheit kämpfte. ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel verneigte sich: "Das ist eine historische Geschichte - vergleichbar mit Hermann Maier, als er nach seinem schweren Sturz am nächsten Tag Olympiasieger geworden ist. Hirscher ist schon jetzt so populär wie Maier."

Stefan Kraft

Der neue Überflieger! Ab Jänner flog "Kraftl dem Rest der Welt davon – als Person behielt er Bodenhaftung. Nach einer furiosen Aufholjagd holte Kraft erstmals den Gesamtweltcup, räumte bei der Nordischen WM in Lahti mit zwei Gold, Silber und Bronze alles ab. Die Krönung dann beim Skifliegen: Mit Weltrekord (253,5 m) flog er in die Geschichtsbücher und gewann auch noch diese Disziplinenwertung. "Ich habe bisher nur geweint, wenn mir etwas weh tut. Aber heute ist die Freude so riesengroß", ließ er seinen Emotionen freien Lauf.

ÖSV-Boss Schröcksnadel preschte euphorisch mit einer Idee vor: "Bei der Wahl zum Sportler des Jahres wäre es gerecht, wenn es zwei Sieger geben würde: Hirscher und Kraft."

David Alaba

Der Sieger von 2013 und 2014 ist heuer nur Außenseiter. Der sechste (!) Meistertitel mit den Bayern ist rein sportlich zu wenig für die begehrte Trophäe. Auch im Nationalteam folgte 2017 auf die große EM-Euphorie ein Dämpfer. (mh)

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