Sport

Hirscher traurig: "Wäre gerne Super-G gefahren"

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:04

Nach dem Sieg von Ted Ligety im Super-G bei der Ski-WM in Schladming trauert Marcel Hirscher einer verpassten Chance hinterher. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs hätte wohl auch der Salzburger, der nicht im ÖSV-Aufgebot stand, um die Medaillen mitfahren können.

Nach dem bei der Ski-WM in Schladming trauert Marcel Hirscher einer verpassten Chance hinterher. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs hätte wohl auch der Salzburger, der nicht im ÖSV-Aufgebot stand, um die Medaillen mitfahren können.

Ligety legte in den Riesentorlauf-Passagen den Grundstein für seinen Triumph. "Das ist mehr etwas für Techniker. Mir war klar, ich muss die Riesentorlauf ähnlichen Schwünge gut nehmen. Aber es ist trotzdem auch ein sehr schnelles Rennen. Aber ich wusste, ich habe eine gute Chance. Und ich bin Siebenter in der Super-G-Disziplinwertung", erklärte der frischgebackene Weltmeister mit dem Hinweis, dass er kein Sensationssieger sei. "Mit Gold habe ich aber nicht gerechnet."

Dass dieser Kurs auch etwas für Hirscher gewesen wäre, bewies der Führende im Gesamtweltcup beim Weltcup-Finale im Vorjahr. Da belegte er im Super-G den dritten Platz. Doch in dieser Saison hakte er diese Disziplin nach einem 32. Platz in Beaver Creek ab. Möglicherweise ein Fehler, wie er jetzt feststellen musste. "Gratuliere, Ted! Diesen Lauf wäre ich auch gerne gefahren. Sensationell, Mann!", twitterte Hirscher nach dem Rennen.

ÖSV-Herren-Cheftrainer Mathias Berthold zeigte sich von diesem Statement seines Aushängeschilds "ein bisschen überrascht", auch wenn er weiß: "Dieser Super-G in Schladming wäre Marcel natürlich ganz gut gelegen, wenn er das Super-G-Thema mehr verfolgt hätte."

"Wir haben das Thema mit Marcel zu Saisonbeginn natürlich besprochen. Sein Fokus wurde aber ganz deutlich auf die technischen Disziplinen gelegt." Man dürfe nicht vergesse, dass Ligety die gesamte Super-G-Saison gefahren und zweimal Vierter gewesen sei. "Das ist ja etwas ganz anderes", stellte Berthold klar, dass man nicht davon ausgehen hätte können, dass Hirscher auf Anhieb ähnlich stark wie Ligety unterwegs gewesen wäre.



Nach Ligetys Goldmedaillen-Gewinn könnte nicht der Salzburger, sondern der US-Amerikaner der Star der WM werden. Ligety gilt auch im Riesentorlauf als Goldfavorit, zudem könnte er auch in der Super-Kombi und im Teambewerb Medaillen einfahren. Hirscher ist lediglich im Slalom, Riesentorlauf und Teambewerb Fixstarter. Ob er auch in der Kombination an den Start gehen wird, ist noch unklar.

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