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Hirscher: "Wenn ich lustig bin, fahre ich bis ich 50...

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:34

Marcel Hirscher arbeitet in diesen Tagen an den Grundlagen für die kommende Saison. Das Ziel kann für den Salzburger nur heißen, die fünfte große Kristallkugel in Folge zu gewinnen. In einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" sprach der Ski-Star über sein nicht so baldiges Karriereende, Konflikte mit dem Skiverband und den legendären Hermann Maier-Ski.

Marcel Hirscher arbeitet in diesen Tagen an den Grundlagen für die kommende Saison. Das Ziel kann für den Salzburger nur heißen, die fünfte große Kristallkugel in Folge zu gewinnen. In einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" sprach der Ski-Star über sein nicht so baldiges Karriereende, Konflikte mit dem Skiverband und den legendären Hermann Maier-Ski.

"Training, Essen, Schlafen", beschreibt Hirscher im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" seinen Tagesrhythmus. Dabei nimmt der Salzburger in dieser frühen Phase der Vorbereitung Rücksicht auf seine körperliche Verfassung. "Ich arbeite sehr gelenksschonend", so Hirscher weiter. Im letzten Jahr sorgte der Ausnahmeathlet mit der Ankündigung für Aufsehen, seine Karriere 2018 beenden zu wollen. "Natürlich stellt man sich die Frage: Will ich das alles noch machen? Und dann sage ich immer wieder: Ja, das will ich!"

Von einem festgelegten Karriereende will Hirscher allerdings nichts wissen. "Wenn ich lustig bin, fahre ich, bis ich 50 bin", so der Salzburger, fügte aber hinzu: "Dann halt Seniorenrennen." Festlegen will sich der 26-Jährige allerdings nicht. 

Konflikte mit dem Skiverband

Auch die Auseinandersetzung zwischen Anna Fenninger und dem ÖSV hat Hirscher beobachtet: "Ich hatte auch hin und wieder Konflikte mit dem Verband, aber wir konnten uns immer sehr gut einigen, sodass ich mittlerweile sagen kann: Ich habe alles, was ich brauche." Die Geschehnisse rund um Fenninger will der vierfache Gesamtweltcupsieger nicht kommentieren. 

Ein Privatteam wäre für den Salzburger trotzdem lukrativer: "Wenn ich alleine wäre, würde ich mehr verdienen. Aber es gab auch andere Zeiten." Dabei ist dem ÖSV-Zugpferd die finanzielle Lage des Skiverbandes bewusst: "Wir finanzieren andere Sparten quer. Ich will auch in zehn Jahren noch andere Sportarten sehen." Der Medienrummel rund um seine Person macht Hirscher zeitweise "sauer". "Man kann von mir alles haben, wenn es um den Sport geht. Alles andere ist nicht akzeptabel. Auch ich habe ein Recht auf Privatsphäre." 

Kein Hermann Maier-Ski

Beim Nachwuchs gibt es im ÖSV aktuell Probleme, das ist auch dem Salzburger bewusst. Doch Hirscher, der sich selbst durchbeißen musste, nimmt auch die jungen Talente mehr in die Pflicht: "Es fehlen Eigeninitiative und Eigenverantwortung. Es muss heißen: Das ist mein Weg. Ich bin verantwortlich und kein anderer." Dabei fehlt dem Salzburger bei einigen Talenten die Demut dem Skisport gegenüber: "Als ich den Hermann Maier das erste Mal gesehen habe, hab ich mich hinter meinem Papa versteckt." 

Ein Beweis für den eigenen Weg des Marcel Hirscher: "Es gab damals den berühmten Hermann Maier-Ski. Den bekam ich aber nicht. Geschadet hat es mir aber nicht."

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