Die Absage der Weltcup-Rennen in Lenzerheide trifft die ÖSV-Herren hart. Denn damit gewinnt der Schweizer Didier Cuche nach der Kristallkugel in der Abfahrt auch die Gesamtwertung im Super-G. Und die ÖSV-Herren beenden erstmals seit 1996 die Saison ohne Kristallkugel.
Regen, Schneefall, schlechte Wettervorhersagen und nicht gewährleistete Sicherheit - gleich mehrere Faktoren ließen heute keine Rennen beim Ski-Finale zu. Doppel bitter war das für den Österreichischen Skiverband, der noch - wenn auch nicht mehr allzugroße Hoffnungen - auf die kleine Kugel bei den Herren gehabt hatte.
"Walchis" Abschiedsrennen fällt ins Wasser
Michael Walchhofer hätte Cuche ein letztes Mal zum Kampf herausgefordert, so musste er tatenlos zusehen, wie sich der Schweizer das Speed-Double sicherte. Und die ÖSV-Herren gehen damit erstmals seit 1996 überhaupt leer aus. Für den 35-jährigen Salzburger Walchhofer wäre es sein Abschiedsrennen gewesen.
Für morgen ist der Riesentorlauf der Herren geplant, doch die Wetterprognosen sind alles andere als gut. Es soll bis zu den Freitagmorgenstunden weiter regnen und schneien. Finden Rennen am angesetzten Tag nicht statt, gelten sie als abgesagt. Ein Verschieben auf einen anderen Tag, wie zum Beispiel den Sonntag, an dem der Teambewerb stattfinden soll, ist beim Finale laut Reglement des Ski-Weltverbandes (FIS) nicht möglich.
Schörghofer ohne Chance
Der Vorsprung des dreifachen Saisonsiegers und Weltmeisters Ted Ligety aus den USA beträgt 77 Punkte auf den Norweger Aksel Lund Svindal und 80 auf dem Franzosen Cyprien Richard. Der Salzburger Philipp Schörghofer hat als aktuell Siebenter keine Chance mehr auf das Disziplin-Stockerl.