Acht Spiele, acht Siege! Rapid ist in der neuen Saison weiter nicht zu stoppen, stürmte mit einem 8:0 (5:0) gegen den GAK am Sonntagabend sogar an Meister LASK vorbei an die Tabellenspitze. Saisonübergreifend halten die Grün-Weißen sogar bei neun Siegen in Folge und haben damit den Allzeitrekord unter Klub-Ikone Ernst Dokupil nach 21 Jahren egalisiert.
Damals wurden die Wiener in Folge Cupsieger, eine Saison später Meister. Zurück in der Gegenwart gehen Rapid und Coach Johannes Hoff Thorup am kommenden Donnerstag mit breiter Brust ins Conference-League-Playoff gegen Heart of Midlothian – Sturm eliminierte Hearts heuer schon in der Champions-League-Quali deutlich. Das Duell mit den Schotten ist die letzte Hürde zur möglichen Ligaphase.
Tonni Adamsen glänzte mit einem Viererpack. Ercan Kara traf doppelt und ist Rekordtorjäger im Allianz Stadion. Yusuf Demir und Matthias Seidl dominierten als Spielmacher in allen Belangen.
Einbahnstraßen-Fußball in Durchgang eins: Ercan Kara schockte die Gäste schon in Minute fünf. Nach Stangenschuss von Matthias Seidl setzte der Stürmer energisch nach – 1:0 (5.). Nach Maßflanke von Jannes Horn köpfelte Kara wenig später zum 2:0 ein (12.) und gab damit nicht nur die Marschrichtung für das restliche Spiel vor. Der 30-Jährige überholte mit seinem 27. Treffer im Allianz-Stadion den bisherigen Rekordtorschützen Guido Burgstaller.
Sommer-Neuzugang Tonni Adamsen schnürte ebenfalls noch vor dem Pausenpfiff den Doppelpack (14., 45.+4). Nenad Cvetkovic hatte dazwischen auf 4:0 gestellt. Der GAK? Die Mannschaft von Trainer Ferdinand Feldhofer präsentierte sich beim 0:5 in Hälfte eins inferior.
Es ging in derselben Tonart weiter. Rapid drückte von Anfang an auf das sechste Tor. Dass es elf Minuten dauerte, bis dieser fiel, war einzig Ex-Teamgoalie Cican Stankovic und mehreren Paraden zu verdanken. Dann schlug Yusuf Demir zu.
Das 6:0 (56.) war das erste Ligator des ehemaligen Barca-Legionärs seit seiner Rückkehr zu Rapid. Der letzte Ligatreffer war ihm Anfang September 2022 gelungen.
Die Wiener Offensivabteilung zeigt keinerlei Gnade oder Müdigkeit. Bei Horns Weitschuss fehlten nur Zentimeter am Traumtor – Adamsen war im Nachsetzen gedankenschnell und machte seinen Triplepack perfekt (74.). Der Knipser hatte noch nicht genug: nach Stangelpass des eingewechselten Marco Tilio schob abermals Adamsen ein (86.).
Zuvor hatten mitgereiste Grazer Fans bereits ein "Feldhofer raus"-Plakat entrollt.