"Hitman 3" bringt altem Agenten neue Tricks bei

Im kommenden "Hitman 3" schlüpfen Spieler wieder in die Rolle des tödlichen Agenten 47. Nicht nur grafisch fantastisch, Agent 47 ist besser denn je.

"Heute" hatte die Möglichkeit, "Hitman 3" von IO Interactive bereits vor dem offiziellen Start am 20. Jänner 2021 (für PlayStation 4 und 5, Xbox One und Series X|S sowie PC und später Nintendo Switch) anzuspielen. In den Preview-Missionen verschlug es uns ins in die englische Hügellandschaft Dartmoor und ins rauschende Luxusleben von Dubai. Beides erinnert schon von der Aufmachung her an "James Bond"- und "Mission Impossible"-Filme, fesselt mit der Story und spielt sich noch dazu fantastisch.

Noch stärker setzen die im Abschluss der "Welt der Attentate"-Trilogie bisher gezeigten Missionen auf Strategie und Taktik als auf Action und Geballer. Wobei die Möglichkeiten der Spieler noch einmal gewachsen sind. Insgesamt sollen im finalen Spiel übrigens sechs sehr unterschiedliche Schauplätze für massenhaft Exekutionen und Täuschungen zur Verfügung stehen. Neu dabei: Alle Schauplätze sollen schon von Beginn an spielbar sein und müssen nicht freigeschaltet werden.

Für Anfänger und Experten

"Hitman 3" bindet bei den Missionen auch Anfänger neben den Experten besser ein. Neulinge können sich an jedem Schauplatz verschiedene Story-Missionen aktivieren, die Ziele genauer vorstellen und Tipps für die Vorgangsweise geben, während Profis einfach auf diese Tipps verzichten und alleine mit Fallen, Finten und Feuerkraft experimentieren. Das macht richtig Spaß, denn "Hitman 3" ist noch mehr als alle bisherigen Teile ein riesiger Spielplatz für Auftragsmörder.

In Dubai geht es etwa darum, zwei Zielpersonen in einem an den Burj Khalifa angelehnten Wolkenkratzer auszuschalten, in dem gerade eine rauschende Feier mit Hunderten prominenten Gäste im Gange ist. Spielerisch erwartet die Gamer dabei auch ein an "Mission Impossible: Phantom Protocol" erinnerndes Kraxeln am Gebäude, bei dem Agent 47 auch neue Tricks wie die Smartphone-Kamera zeigt. Mit ihr werden nicht nur Opfer dokumentiert, sondern auch Hilfen angefordert.

Neue Tricks des alten Agenten

Richtet man die Kamera nämlich auf Zahlenschlösser oder elektrische Türen, können Helfershelfer im Hintergrund die Elektronik hacken und Zugänge freischalten. Daneben gibt es aber auch die typische "Hitman"-Vorgehensweise: Ob man Kellner ausschaltet und dem Opfer Gift in das Getränk mischt, Sicherheitsbeamte betäubt und sich als Security ganz nah an die Zielperson schleicht oder mit einer Waffe einfach in einer uneinsehbaren Stelle lauert, bleibt der Kreativität überlassen.

Über das Belauschen von Gesprächen und das Auffinden wichtiger Gegenstände lassen sich zudem Zusatzinformationen wie Wegrouten oder Treffpunkte der Zielpersonen in Erfahrung bringen, was die Jagd erleichtert. Gefühlt gibt es in "Hitman 3" Hunderte Möglichkeiten, eine Mission zum Abschluss zu bringen, was den Spielspaß in den Schauplätzen enorm erhöht. Übrigens verändern sich nun auch die Level: Über Abkürzungen lassen sich Türen und Tore öffnen, die bei künftigen Spieldurchgängen dann dauerhaft offen sind und so schnellere Wege für Handlungen bieten, die zuvor aus Zeitgründen nicht möglich waren.

Macht jedem Krimi Konkurrenz

Atmosphärisch einer der genialsten Schauplätze überhaupt ist wiederum die zweite Preview-Mission Dartmoor. In einem düsteren Herrenhaus geht Rätselhaftes vor: Eine Tote läuft lebendig umher, ein anderes Familienmitglied stirbt außerdem – und Agent 47 kann optional sogar als Privatdetektiv à la "Knives Out" den Fall klären und die betroffene Großfamilie befragen. Oder aber man sorgt dafür, dass die Totgeglaubte nun wirklich tot bleibt – eine Mission voll schwarzem Humor, Rätseln und einer Handlung, die jedem Krimi Konkurrenz machen kann.

Neu sind auch die "Mastery Tracks" der Mission, die mögliche und optionale Ergebnisse abhaken und so einen Überblick geben, welche Geheimnisse und Wendungen man noch nicht erlebt hat. Auch das motiviert ungemein dazu, die jeweilige Mission noch einmal ganz anders anzugehen, denn mit zusätzlichen Abschlüssen bekommt man neue Startpositionen in der Mission geboten oder darf mit neuen Waffen, Kostümen und Gegenständen experimentieren.

"Hitman 3" wird mörderisch gut

Wer außerdem noch die "Hitman"-Vorgänger besitzt oder sie sich dazukauft, soll diese mit ihren eigenen Storys direkt in "Hitman 3" spielen können, mit grafischen Verbesserungen wie Spiegelungen und Reflektionen. Der neueste Teil wiederum beeindruckt auch grafisch gewaltig: In Dubai spiegeln die blitzsauberen Böden bei der Party alle Gäste und Bewegungen, durch die Fenster fällt gleißendes Sonnenlicht und die Gäste schunkeln und scherzen sichtlich individuell.

Auch Dartmoor, obgleich sehr düster, weiß zu gefallen: Von der Erde steigt Dampf auf, im großen Herrenhaus ist jedes Zimmer dem Bewohner gerecht anders ausgestattet und der im Freien wabernde Nebel scheint sogar auf die Bewegungen umherhuschender Gestalten zu reagieren. Kurz: "Hitman 3", so besagen es zumindest die ersten beiden Missionen, scheint mörderisch gut zu werden!

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