Die ganze Bilanz

Hitze, Dürre, Flut – Sommer 2026 bricht alle Rekorde

41,2 Grad, viel zu wenig Regen und lokale Überflutungen: Der Sommer 2026 hat in Österreich gleich mehrfach Wettergeschichte geschrieben.
Wetter Heute
31.08.2026, 14:48
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Der Sommer 2026 geht als Sommer der Extreme in die österreichische Wettergeschichte ein. Noch nie seit Messbeginn war es im landesweiten Mittel so warm. Gleichzeitig fiel rund ein Drittel weniger Regen als üblich. Regional sorgten heftige Gewitter dennoch für Überflutungen, Muren und Hochwasser.

Laut Auswertung der Österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) lag die Temperatur im österreichweiten Flächenmittel 2,6 Grad über dem Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020. Damit war der Sommer 2026 wärmer als die bisherigen Rekordsommer 2024, 2019 und 2003.

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"Dieser Sommer war nicht einfach nur heiß. Bemerkenswert sind vor allem die Häufung und Dauer der Hitze sowie ihre enorme räumliche Ausdehnung", bilanziert UWZ-Chefmeteorologe Nikolas Zimmermann.

41,2 Grad – neuer Österreich-Rekord

Besonders eindrucksvoll zeigen das die Höchsttemperaturen. Am 5. August wurden in Bad Deutsch-Altenburg 41,2 Grad gemessen – so viel wie noch nie zuvor in Österreich. Schon am Tag davor hatte Wien-Stammersdorf mit 41,0 Grad den bisherigen Österreich-Rekord von 40,5 Grad aus dem Jahr 2013 übertroffen.

Doch nicht nur einzelne Rekordwerte waren außergewöhnlich. Erstmals wurde in Österreich in allen drei Sommermonaten die 40-Grad-Marke erreicht oder überschritten. Vor diesem Sommer waren 40 Grad hierzulande überhaupt erst einmal gemessen worden.

Auch die Zahl der Hitzetage explodierte. Wien und Klagenfurt kamen im meteorologischen Sommer auf jeweils 45 Tage mit mindestens 30 Grad. Graz, Innsbruck, St. Pölten und Eisenstadt verzeichneten jeweils 43.

Den österreichweiten Rekord stellte Ferlach auf: Dort wurden im Jahr 2026 bis Ende August bereits 59 Hitzetage gezählt, davon 53 alleine in den drei Sommermonaten.

Ein Drittel weniger Regen

Neben der extremen Hitze prägte vor allem die Dürre den Sommer. Österreichweit fiel rund 31 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt.

Besonders betroffen waren Teile von Ober- und Niederösterreich, das Burgenland und regional Vorarlberg. In Weyer fehlten 59 Prozent des üblichen Niederschlags, in Hohenau 53 Prozent und in Zwettl 50 Prozent. St. Pölten und Bregenz verzeichneten jeweils ein Minus von 49 Prozent.

An 49 Wetterstationen wurde sogar der trockenste Sommer der jeweiligen Messgeschichte registriert. Besonders bemerkenswert: Darunter befinden sich Stationen mit Messreihen von mehr als 100 Jahren.

Fluten trotz extremer Dürre

Gleichzeitig zeigte der Sommer sein anderes Extrem. Vor allem im zentralen Bergland und im Südwesten sorgten heftige Gewitter immer wieder für enorme Regenmengen innerhalb kürzester Zeit. Die Folgen waren lokale Überflutungen, Muren und Hochwasser.

Dürre und Überflutungen schließen sich dabei nicht aus. "Zwar können wenige Stunden Starkregen die saisonale Statistik aufbessern, das Wasserdefizit in tieferen Bodenschichten wird dadurch aber kaum behoben", erklärt Zimmermann.

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