Ärzte schlagen Alarm

Hitze-Schock! Gesunde landen mit 42 Grad im Spital

Hitze-Schock in Österreich: Nun schlagen Ärzte Alarm. Menschen würden mit einer Körpertemperatur von 42 Grad in Spitäler eingeliefert werden.
Newsdesk Heute
05.08.2026, 20:40
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Österreich ächzt unter der massiven Hitzewelle: Erst am Dienstag wurde der bisherige Allzeit-Rekord mit 41 Grad in Stammersdorf deutlich übertroffen. Die hohen Temperaturen machen auch gesunden Menschen zu schaffen, warnen Ärzte.

"Menschen, die an sich gesund sind, werden mit exzessiven Körpertemperaturen von 42 oder gar 42,5 Grad in Spitäler eingeliefert", wird der Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Wolfgang Schreiber, vom "Kurier" zitiert. Gemeinsam mit dem Bundesfeuerwehrverband fordert man die Bevölkerung daher auf, achtsam zu bleiben.

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Cooling Center aufsuchen

Demnach seien vor allem Personen gefährdet, die im Freien arbeiten müssen. Österreichs Rettungskräfte hätten in dieser Zeit alle Hände voll zu tun. Die Zahl der Einsätze würde um zehn bis 15 Prozent ansteigen. Auch die Sterblichkeitsrate würde bei extremer Hitze anziehen.

Daher werden seitens des Roten Kreuzes aktuell mehr Teams eingesetzt. Auch Hitzeschutzpläne für Sanitäter und mobile Pfleger seien entwickelt worden. Menschen sollen Cooling Center aufsuchen oder sich an kühle Orte begeben, die auf der "Team Österreich"-Landkarte ersichtlich seien.

Feuerwehr warnt vor Waldbränden

Seitens des Präsidenten des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Robert Mayer, wurde vor der Gefahr von Waldbränden gewarnt. Rund 80 Prozent dieser Feuer seien auf Menschen zurückzuführen. Vor allem weggeworfene Zigaretten stellen ein hohes Risiko dar. Die heimischen Feuerwehren seien gut aufgestellt, dennoch sei das frühe Erkennen eines Waldbrandes und die rechtzeitige Alarmierung der Einsatzkräfte unerlässlich.

Der Bundesfeuerwehr-Präsident lobte hier auch die Zusammenarbeit mit Bundesheer, Innenministerium und privaten Anbietern. Besonders Hubschrauber seien aufgrund des Geländes bei Löscharbeiten in Österreich wichtig.

Appell an Politik und Bürger

Bei Klima- und Hitzeschutzmaßnahmen sieht Schreiber die Politik gefordert. Beispielsweise habe in Wien nur die Klinik Floridsdorf ein eigenes Raumklimamanagement, klimatisiert wäre lediglich das AKH. Dabei würden alle Spitäler und Pflegeeinrichtungen umfassende Nachrüstungsmaßnahmen benötigen.

An die Bürger appellieren sowohl Schreiber als auch Mayer auf ältere Nachbarn zu achten. Auch "Säuglinge und Kleinstkinder" seien durch die hohen Temperaturen gefährdet.

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