Ein schwarzes Auto wird zur Sauna, ein weißes bleibt kühl? Ganz so einfach ist es laut dem österreichischen Physiker Werner Gruber nicht. Für die Hitze im Innenraum sei vor allem eines verantwortlich: "Das Wichtige ist, wie viel Licht durch die Fensterscheiben kommt. Das ist das A und O", erklärt er gegenüber "Heute".
Je mehr Sonnenlicht durch die Scheiben ins Fahrzeug gelangt, desto stärker heizt sich der Innenraum auf. Deshalb bringen Sonnenschutzmatten oder Rollos deutlich mehr als viele glauben. "Wenn man schaut, dass möglichst wenig Licht ins Auto hineinkommt, das bringt wahnsinnig viel."
Auch ein einfacher Haushaltsgegenstand könne helfen: helle Handtücher. Auf die Sitze oder das Armaturenbrett gelegt, reflektieren sie einen Teil des Sonnenlichts. Gleichzeitig bleiben Sitzflächen deutlich angenehmer. "Man nimmt einfach das Handtuch weg und hat einen nicht ganz so heißen Sitz."
Natürlich heizt sich ein schwarzer Lack stärker auf als ein weißer. Für die Temperaturen im Fahrzeuginneren sei das aber nicht der entscheidende Faktor.
Viel wichtiger ist laut Gruber, möglichst wenig Sonnenstrahlung durch die Fenster ins Auto zu lassen. Wer Sonnenschutzmatten verwendet und nach Möglichkeit im Schatten parkt, kann die Innenraumtemperatur deutlich senken.