Schon in seiner Kindheit hatte Philipp Hochmair eine ungewöhnliche Verbindung zu einem Ort, den viele lieber meiden: Einem Friedhof. Sein Elternhaus lag direkt gegenüber – und statt sich davon fernzuhalten, suchte der Schauspieler sogar die Nähe.
Dieses Thema beschäftigt ihn schon sein ganzes Leben. Auch als "Jedermann" steht Hochmair aktuell wieder einer Figur gegenüber, deren Geschichte mit dem Tod endet. Im "Actors Talk" spricht er deshalb auch über seine persönliche Faszination für die Thematik – und blickt dafür weit zurück.
Er hat den Friedhof in seiner Kindheit als Ort der Stille erlebt. Auch dabei zuzusehen, wie Gräber geöffnet wurden, hat ihn fasziniert. "Wenn man das von außen sieht – also für mich als Jugendlicher hat das was Befreiendes gehabt."
Warum ihn der Tod so faszinierte, kann er sich selber nicht ganz erklären. Er erinnert sich aber an eine für ihn schwierige Zeit zurück: "Also ich war schon eine gequälte Seele", erzählt der Schauspieler ehrlich.
"Mir ging die Schule total auf den Zeiger," führt er fort - und auch zu Hause war es für Hochmair offenbar nicht immer einfach und er führt fort: "Mein Vater war sehr streng mit mir. Und da gab’s halt so einen Kanal wo man dann rein konnte und irgendeine Ruhe finden konnte, eine Art Meditation."