Sport

Hoeneß poltert: "Das ist ja der Witz des Jahres"

Heute Redaktion
13.09.2021, 17:01

Hochspannung in der deutschen Bundesliga. Die Bayern ließen mit einem 0:0-Remis in Leipzig den ersten Titel-Matchball liegen. Zum Ärger von Uli Hoeneß.

Titel-Showdown in der deutschen Bundesliga! Mit einem 0:0-Remis in Leipzig haben die Bayern den Matchball ausgelassen, Dortmund bleibt durch einen 3:2-Heimerfolg gegen Düsseldorf im Rennen.

Treffer zählt nicht

Bei den Bayern war nach der Punkteteilung der Frust groß. Denn eigentlich hatte die Elf von Niko Kovac ein Tor erzielt, hatte Leon Goretzka die Münchner in der 49. Minute vermeintlich zum Titel geschossen.

Doch der zuerst vom Schiedsrichter Manuel Gräfe gegebene Treffer wurde vom Video-Referee Marco Fritz zurückgenommen. Eine kalibrierte Linie zeigte, dass Robert Lewandowski in der Entstehung des Treffers im Abseits gestanden war. Eine – korrekte – Zentimeter-Entscheidung.

Hoeneß poltert

Nach dem Spiel zeigte sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß besonders aufgebracht. Und etwas regelunkundig. Doch "Heute" klärt auf.

"Die Entscheidung war der Witz des Jahres. Es war gleiche Höhe. Ein Millimeter ist kein Vorteil", polterte der 67-Jährige. Doch ein Spieler steht im Abseits, wenn er sich näher an der Toraus-Linie befindet, als der zweitletzte gegnerische Verteidiger. So wie Lewandowski. Auch wenn es nur Millimeter sind.

"Es war keine klare Fehlentscheidung. Der Videobeweis ist dazu da, klare Fehlentscheidungen zu korrigieren", so Hoeneß weiter. Auch das ist allerdings nicht korrekt. Der VAR soll Fehlentscheidungen bei Elfern, roten Karten, Handspielen und Spielerverwechslungen korrigieren. Aber jeder Treffer wird im Video-Keller in Köln noch einmal unter die Lupe genommen.

Die Ausgangsposition

"Ihr wollt doch eine spannende Bundesliga-Saison. Jetzt habt ihr sie", schloss der mächtige Bayern-Boss, der sich aber sicher ist, dass der Titel am kommenden Samstag fixiert wird.

Die Münchner haben vor dem letzten Spiel zwei Punkte Vorsprung auf den BVB. Schon ein Punkt gegen Adi Hütter und seine Eintracht Frankfurt reicht den Bayern, denn die Tordifferenz ist um 18 Treffer besser. Die Schwarz-Gelben müssen im Borussen-Duell in Gladbach gewinnen.

(wem)

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