Das Urteil für Marius Borg Høiby (29) ist gefallen. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), muss für vier Jahre ins Gefängnis. Das Amtsgericht Oslo verkündete den Schuldspruch am Montag.
Høiby, der aus gesundheitlichen Gründen nur per Video zugeschaltet war, wurde in den meisten Anklagepunkten schuldig gesprochen. Besonders schwer wogen dabei zwei Vergewaltigungen schlafender Opfer. Hinzu kommen Schadenersatzzahlungen.
Für das norwegische Königshaus ist das Urteil ein Schlag, öffentlich äußern will es sich dazu aber nicht. Unmittelbar nach der Verkündung ließ der Hof gegenüber dem Sender "NRK" wissen, dass keine weitere Stellungnahme folge.
"Die Angelegenheit wurde vom Gericht behandelt, und das Königshaus hat keinen Kommentar zum Ausgang", hieß es in einer E-Mail.
Staatsanwalt Sturla Henriksbø zeigte sich zufrieden. "Er hat eine lange Strafe erhalten, die die Ernsthaftigkeit der Handlungen zeigt, für die er verurteilt wurde", sagte er gegenüber "NRK".
Høibys Verteidigung will das Urteil zunächst genau unter die Lupe nehmen. "Wir müssen uns hinsetzen und es gründlich in seiner Gesamtheit lesen", so Anwältin Ellen Holager Andenæs. Eine Berufung werde geprüft, schließlich habe man in mehreren der schweren Punkte auf Freispruch plädiert.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig, ob dagegen Berufung eingelegt wird, ist noch offen. Marius' Anwälte sowie die Staatsanwaltschaft hätten dafür zwei Wochen Zeit.