Am Wochenende sorgte der frühere FPÖ-Chef und – ausgerechnet – Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer für einen Alko-Eklat hinterm Steuer. Dieser könnte ihm, nicht nur finanziell, teuer zu stehen kommen. Besonders bei hohen Promillewerten greifen die gesetzlichen Sanktionen besonders streng.
Ab einem Wert von 1,6 Promille – Norbert Hofer hatte laut aktuellen Angaben sogar 2,5 Promille – drohen mindestens sechs Monate Führerscheinentzug, eine Geldstrafe zwischen 1.600 und 5.900 Euro sowie verpflichtende medizinische und psychologische Untersuchungen.
Wie die "Krone" am Montag berichtet, können die Behörden in manchen Bundesländern, darunter das Burgenland, zusätzlich einen Haartest anordnen. Dieser Test kann im Extremfall sogar zu einem lebenslangen Entzug der Lenkberechtigung führen. Ob dies im Fall Hofers angeordnet wird, ist fraglich.
Die Durchführung und Bewertung des Haartests liegt im Ermessen der jeweiligen Behörde. Das führt laut Experten immer wieder zu Unsicherheiten und möglichen Härtefällen für Betroffene.
Für Norbert Hofer bedeutet das, dass ihm neben den üblichen Strafen auch langfristige Konsequenzen drohen. Die endgültige Entscheidung über seine Lenkberechtigung steht noch aus.
Der Vorfall könnte aber auch Auswirkungen auf weitere Berechtigungen haben. Als Pilot muss Hofer den Führerscheinentzug seiner Lizenzierungsbehörde melden, schreibt die "Krone". Die zuständige Luftfahrtbehörde Austro Control prüft bei derartigen Vorfällen üblicherweise die Zuverlässigkeit eines Piloten. Unterbleibt die Meldung, kann auch der Entzug der Pilotenlizenz drohen.
(Vorerst) keine Auswirkungen hat der Vorfall aus Hofers Politlaufbahn. Er bleibt Landtagsabgeordneter im Burgenland. Kritik daran kommt von der SPÖ. Diese fordert Konsequenzen, sprich den Rücktritt Hofers.