Hofmann über Kitagawa: "Kann Glücksgriff werden"

E. Elsigan - Koya Kitagawa wartet sehnsüchtig auf seine Spielgenehmigung. Im Training hinterließ er bei seinen Rapid-Kollegen bereits einen guten Eindruck.
Am Samstag (17 Uhr) peilt Rapid daheim gegen Altach den ersten Liga-"Dreier" an. Neuzugang Koya Kitagawa scharrt in den Startlöchern, fiebert seinem Debüt entgegen. Das gibt es jedoch nur, wenn die Arbeitserlaubnis zeitgerecht eintrudelt.

Was der Japaner drauf hat, sieht Maximilian Hofmann täglich im Training – schließlich bekommt er als Innenverteidiger die Finessen des Stürmers hautnah mit.

"Koya ist wirklich sehr schnell, quirlig und beweglich – und er ist körperlich echt gut beinander", sagt Hofmann im "Heute"-Gespräch. "Das war in der letzten Saison nicht bei jedem Neuzugang so", kann er sich eine Spitze gegen Andrija Pavlovic nicht verkneifen.

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"Koya ist ein braver Junge"



Hofmann weiter: "Wenn Koya die sprachlichen Barrieren in den Griff bekommt und die Abläufe im Verein kennenlernt, kann er ein echter Glücksgriff werden. Was ich bisher gesehen habe, ist er eine echte Verstärkung."

Die angesprochene Verbal-Hürde sei in erster Linie abseits des Rasens vorhanden. Am Platz gilt das Prinzip: Fußball ist Fußball.

"Im Endeffekt spielt man in Japan nicht viel anders als hier. Er wird also schnell verstehen, was wir vorhaben. Mit Händen und Füßen geht das schon. Die Begriffe auf Englisch versteht er meistens auch. Wenn der Trainer spezielle Vorgaben hat, wird am Anfang sicher ein Dolmetscher zur Verfügung gestellt. Ich glaube aber, Koya ist sehr lernwillig, er wird bald die Sprache können, er ist ein braver Junge."

Rapid als LASK-Kopie?



Auch der zweite Offensiv-Neuzugang, Taxi Fountas, erntet Lob. "Er kennt die Liga, ist schon länger hier. Er hat sich sofort eingefunden. Wenn er sich wohl fühlt, blüht er auf. Er verkörpert einen Spielertyp, den wir so nicht hatten. Mit seiner Dynamik und seinem aggressiven Anpressen ist er eine richtig gute Verstärkung", sagt Hofmann, der den Holperstart (ein Punkt aus zwei Spielen) nicht überbewerten will.

"Max Ullmann hat mir erzählt, dass er mit dem LASK im Vorjahr ganz gleich gestartet ist. Sie haben in Runde eins gegen Salzburg verloren und haben dann gegen St. Pölten unentschieden gespielt. Der Rest ist bekannt."

Klar sei aber, dass gegen Altach ein Sieg her muss. "Da gibt es kein Wenn und Aber", stellt Hofmann klar. "Die nächsten drei Runden sind dann mit Sturm, LASK und der Austria ziemlich intensiv. Da sieht man, wo wir stehen."

"Erste Aktion war Rot"



Dass der seit kurzem 26-Jährige am Wochenende mitwirken darf, verdankt er Schiedsrichter Christopher Jäger. Der Unparteiische übersah im Spiel gegen St. Pölten zumindest ein klares Rot-Foul. "Die erste Aktion war sicher eine Rote", gesteht Hofmann im Nachhinein. "Bei der zweiten schaut es wild aus, weil der Gegner mit vollem Tempo kommt. Der Kontakt war in der Luft, ihm hat nichts weh getan. Schlimmer ist es, wenn du am Standfuß getroffen wirst."

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