"Homeschooling funktioniert einfach nicht"

Das Homeschooling dürfte nach fast zwei Jahren Corona-Pandemie noch immer das reinste Chaos sein. (Symbolbild)
Das Homeschooling dürfte nach fast zwei Jahren Corona-Pandemie noch immer das reinste Chaos sein. (Symbolbild)Getty Images/iStockphoto
In der 4. Welle hätte das Homeschooling dank eines genauen Stundenplans unkompliziert ablaufen sollen. Tut es wohl aber nicht. Eine Mutter räumt auf. 

Österreich befindet sich im Lockdown, dennoch bleiben die Schulen auch weiterhin offen. Sehr zur Freude vieler Eltern und vor allem zum Wohle der Kinder. Denn nach dem ständigen Wechsel zwischen Schichtbetrieb, Präsenz- und Fernunterricht ergab eine Erhebung des Nachhilfeinstituts Lernquadrat im April 2021 eine Verschlechterung der Schulleistungen bei über 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler.

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Ein Defizit, das es trotz vierter Corona-Welle aktuell aufzuholen gilt. Aus diesem Grund dürfen Kinder, müssen aber nicht, in die Schule kommen. Als Alternative soll sich der Nachwuchs zu Hause mittels zur Verfügung gestellter Unterlagen am Stundenplan orientieren.

Chaos im Homeschooling

Eine schöne Theorie, die in der Realität offenbar nicht überall umgesetzt wird und deshalb manche Schülerinnen und Schüler wohl doch nicht zeitgleich mit den Klassen mitarbeiten können. "Die Kinder sollen sich am Stundenplan orientieren, weil das Homeschooling dann ganz einfach ist, wenn sie in der Früh aufstehen und wie gewöhnlich mit der ersten Unterrichtsstunde in den Tag starten. Das funktioniert aber nicht, wenn sie Mathematik um 8 Uhr haben und die Übung erst zur Mittagszeit eintrudelt", macht eine zweifache Mutter aus Niederösterreich ihrem Ärger im "Heute"-Gespräch Luft.

"Das funktioniert nicht, wenn sie Mathematik um 8 Uhr haben und die Übung erst zur Mittagszeit eintrudelt."

Ihre Kinder sitzen derzeit zu Hause, weil eines von ihnen positiv auf Covid-19getestet wurde. Der zweite Nachwuchs dürfte als geimpfte K2-Person (und nach wie vor negativ) zwar mit FFP2-Maske in die Schule, zur Sicherheit aller sah man davon allerdings ab. Doch das wolle man aufgrund des Chaos jetzt wieder ändern. "Mein Kind geht nächste Woche wieder zur Schule."

Zunehmende Fehler im System

Die Kinder hätten durch diese Form von Homeschooling nicht nur ein Lerndefizit, sondern auch keine freie Zeit mehr. "Man sitzt und wartet den ganzen Tag, ob irgendeine Aufgabe kommt. Freizeit gibt es damit nicht mehr wirklich, denn wenn die Aufgabe erst am Nachmittag kommt, hat man den ganzen Vormittag über darauf gewartet und sitzt nun bis zum Abend mit der Ausarbeitung. Du musst immer dahinter bleiben, weil jede Minute etwas kommen könnte." Es gebe natürlich auch Ausnahmen, so wäre das Material zumindest in einem Unterrichtsfach schon am Vorabend verfügbar. "Das wäre in allen Fächern wünschenswert."

Hinzukomme, dass sich "die Lehrer mit dem Homeschooling-Programm 'Teams' nicht auskennen". So würden immer wieder Fehler, wie verkehrte Unterlagen oder auch falsche Antworten bei Übungen vorkommen.

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