"Nicht geeignet"

Homosexualität, Klimakrise – Schulbuch sorgt für Wirbel

Aufregung in einer Wiener Schule: Unangebrachte Inhalte sollen in einem Englischbuch gelehrt werden. Ein Elternteil übt Kritik.
Wien Heute
02.12.2025, 07:45
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Ein Schulbuch für die 7. und 8. Klasse sorgt in Wien bei den Eltern für Aufsehen. Einem Elternteil stoßen Inhalte des Englischbuchs sauer auf. Unter anderem sind darin Übungen zu Themen wie Homosexualität, Klimaaktivismus und NGOs enthalten; diese Themen hält man für "ungeeignet" in einem Schulbuch. Rückenwind erhalten die Eltern von der FPÖ.

Unangebrachte Inhalte?

Eigentlich harmlose Inhalte wie homosexuelle Männer, die ein Baby adoptieren, oder ein Artikel über unfreundliche Österreicher gehören zu jenen Dingen im Schulbuch, an denen sich ein Elternteil eines Kindes stört. Die betroffene Schule ist für ihre konservative Ausrichtung bekannt – so stoßen also auch Artikel über die Klimakrise oder Kritik am Verbot von LGBTQ-Büchern an US-Schulen bei manchen Eltern auf taube Ohren.

Texte darüber, warum man für NGOs arbeiten sollte, oder ein Porträt von Jakob Blasel, früherer Friday-for-Future-Aktivist und Vorsitzender der Grünen Jugend in Deutschland, sorgen für Unbehagen in der Elternschaft.

Ähnlich sieht die Situation FPÖ-Familiensprecherin und Nationalratsabgeordnete Ricarda Berger: "Das Buch ist für den Sprachunterricht ungeeignet, da es statt neutraler, lebenspraktischer Themen vorrangig ideologische Inhalte aus dem links-grünen Politikspektrum vermittelt", behauptet die Politikerin.

Kritik auch von FPÖ

In einem Lückentext, den die Schüler vervollständigen müssen, spricht eine junge Frau über ihren Entschluss, keine Kinder in die Welt setzen zu wollen. Die Gründe: Klimawandel und wissenschaftliche Studien, die die Entwicklung des Planeten in den kommenden Jahren beleuchten.

"Offenbar ist es das Ziel der Autoren, unseren Kindern einzutrichtern, dass die traditionelle österreichische Familie mit mehreren Kindern schlecht sei, während LGBTQ, Diversity und Klimaaktivismus hingegen uneingeschränkt erstrebenswert seien", kritisiert Berger.

Direktorin empört

Von der Direktorin der betroffenen Schule soll wohl ebenfalls ein Statement im Umlauf sein. "Das entsprechende Statement stammt nicht von mir. Es wurde fälschlicherweise unter meinem Namen von einer mir unbekannten E-Mail-Adresse verschickt", heißt es gegenüber "Heute".

Die Direktorin habe bereits Anzeige gegen Unbekannt erstattet sowie die Bildungsdirektion und das Bildungsministerium informiert. "Die darin angeführten Inhalte entsprechen in keiner Weise meinen Überzeugungen oder meiner beruflichen Haltung. Ich weise diese Form der Desinformation und üblen Nachrede aufs Schärfste zurück", so die Direktorin abschließend.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.12.2025, 12:36, 02.12.2025, 07:45
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