50-60 vermummte Hooligans, jede Menge Holz-Baseballschläger, Stahlruten und ein Plan: kroatische Fans brutal in die Zange zu nehmen. Im Zuge eines Basketball-Spieles in Wien ging es am Freitagabend auf der Südautobahn (A2) bei Traiskirchen Schlag auf Schlag.
Rivalisierende Fangruppen wollten kroatischen Fans auflauern – im Zuge des darauf folgenden Einsatzes gab es fünf Verletzte. Die Chronologie.
Im Zuge der Basketball-Partie soll es seitens der Landespolizeidirektion Wien Hinweise über dutzende Fahrzeuge ausländischer Kennzeichen in Richtung Wien gegeben haben. Deren Ziel schien laut den Beamten klar: eine Konfrontation mit den kroatischen Fans, die nach Wien gereist waren.
Gegen 21 Uhr befanden sich die Fahrzeuge in Leobersdorf auf einem Pannenstreifen, mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten eine vermeintliche Massenkarambolage – ein falscher Alarm, wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich gegenüber "Heute" erklärt.
Kurze Zeit später befanden sich 15 bis 20 Autos auf einer Parallelstraße zur Südautobahn (A2) – dutzende Personen sollen daraufhin eine Böschung hinaufgegangen sein, um die kroatischen Fans ins Visier zu nehmen. Mit dabei: Holz-Baseballschläger und Stahlruten. Diese wurden von der Polizei sichergestellt.
Zu der brutalen Konfrontation kam es letztendlich nicht, die Hooligans liefen zu ihren Fahrzeugen zurück und ergriffen die Flucht. Im Zuge des Einsatzes kam es auch zu Meldungen über brennende Autos, auch diese Meldung stellte sich letztendlich als falsch heraus.
Aber: Im Zuge des Einsatzes verunfallte ein Feuerwehr-Fahrzeug mit einem Auto, das für den Einsatzwagen Platz machen wollte – fünf Personen wurden dabei verletzt.
Meldungen über Sachbeschädigungen an unbeteiligten Fahrzeugen und deren Lenkern stellten sich indes allesamt als falsch heraus.