Ausgerechnet der 22. Oktober – Christian Horner bringt an diesem Tag seine neue Autobiografie "Drive" auf den Markt. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, wäre es nicht der Todestag von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz.
Der österreichische Unternehmer starb am 22. Oktober 2022 im Alter von 78 Jahren. Drei Jahre später soll ausgerechnet an diesem Datum das Buch jenes Mannes erscheinen, dem Mateschitz einst den Weg an die Spitze des Red-Bull-Formel-1-Teams ebnete. Bei Red Bull kommt das offenbar überhaupt nicht gut an.
Wie "Bild" berichtet, wird die Wahl des Erscheinungstermins innerhalb des Konzerns als respektlos empfunden. Schließlich war es Mateschitz, der Horner 2005 im Alter von gerade einmal 31 Jahren das Vertrauen schenkte und ihn zum Teamchef des damals neuen Formel-1-Projekts machte.
Horner blieb zwei Jahrzehnte im Amt und feierte mit Red Bull zahlreiche WM-Titel. Im Sommer 2025 endete die Zusammenarbeit schließlich. Der langjährige Teamchef und CEO musste gehen und soll im Zuge der Trennung mit rund 53 Millionen Euro abgefunden worden sein. Nun droht die nächste Verstimmung.
Aus Horners Umfeld heißt es allerdings, dass die Wahl des 22. Oktober keine bewusste Provokation sei. Der Brite habe keinen Einfluss auf das Veröffentlichungsdatum gehabt. Dieses sei vom Verlag Bantam festgelegt worden.
Bei Red Bull soll man dieser Darstellung laut dem Bericht jedoch wenig abgewinnen können. Dort herrsche die Ansicht, dass Horner durchaus auf einen anderen Termin hätte drängen können. Ob die Veröffentlichung bewusst auf den Todestag von Mateschitz gelegt wurde, ist nicht bekannt.
Für zusätzlichen Zündstoff dürfte der Inhalt von "Drive" sorgen. Horner will in seiner Autobiografie ausführlich auf seine Trennung von Red Bull eingehen und seine Sicht auf das Aus nach 20 Jahren schildern.