Philipp Hosiner hat nicht vor, länger als in seinem Vertrag festgeschrieben bei der Wiener Austria zu bleiben. Den Burgenländer zieht es ins Ausland zum FC Köln.
Im Vorjahr kürte sich Hosiner mit 32 Treffern zum Torschützenkönig. Ein Jahr später kann der 24-Jährige von einer ähnlichen Quote nur träumen. Derzeit hält der Austria-Stürmer bei zehn Treffern. Für Hosiner hat dies mit den Verletzungen seiner Teamkollegen zu tun. "Ich war auch vergangenes Jahr ein Spieler, der zu 90 Prozent von den Mitspielern abhängig war. Immer wenn ein Gorgon, Jun oder Grünwald gut drauf war, habe ich meine Tore gemacht", erklärte er in der "Sky"-Sendung "Talk und Tore".
Geplatzer Hoffenheim-Deal beeinflusste sein Spiel
"Nur war dann die schwere Verletzung von Grünwald, Gorgon ist mehrere Monate ausgefallen. Das habe nicht nur ich gespürt, das hat die ganze Mannschaft gespürt. Das ist dann auch schwierig, sich auf neue Spieler rasch einzustellen", begründete Hosiner seine Torflaute. Ein weiterer Grund war der geplatzte Hoffenheim-Deal im Sommer. "Ich würde lügen, wenn ich sage, das ist spurlos an mir vorbei gegangen", erinnerte sich der fünffache ÖFB-Teamspieler.
"Natürlich ist es schwierig für mich gewesen. Der erste Kontakt zu Hoffenheim war im Mai und das hat sich dann über Monate hingezogen. Ich konnte auch im Urlaub nicht abschalten, weil man jeden Tag damit rechnen muss, dass etwas Neues passiert", schilderte Hosiner die Ereignisse und deren Folgen. Er hatte Probleme mit dem Druck zurechtzukommen. "Natürlich ist es auch so, dass dann alle Augen auf einen gerichtet sind, im Training, im Spiel. Jeder interpretiert bei einer vergebenen Chance, dass der absichtlich daneben schießt, nicht mehr richtig motiviert ist. Da sinkt dann das Selbstvertrauen."
Im Sommer ab nach Köln?
Hosiner sieht seine Zukunft nach wie vor im Ausland. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2015, und er möchte diesen "im Moment eigentlich nicht" verlängern. Er hofft, dass ihn im Sommer sein ehemaliger Coach Peter Stöger nach Köln holt. "Es wäre schön und eine Ehre, für Köln in der Bundesliga zu spielen. Sollte ein Angebot kommen, würde ich mich natürlich freuen", so der Burgenländer.