Klima-Aktivisten attackieren Roger Federer

Greta Thunberg und Co. wollen Tennis-Held Roger Federer belehren
Greta Thunberg und Co. wollen Tennis-Held Roger Federer belehrenBild: imago images
Dass Roger Federer von der Bank Credit Suisse gesponsert wird, sorgt für Ärger. Federer solle endlich aufwachen, fordert die Klimajugend.

Jetzt hat die Klimabewegung auch Roger Federer erreicht. Ja, die Klimajugend ist sogar sauer auf Federer. Grund dafür ist die Tatsache, dass der Schweizer Tennisstar unter anderem von der Credit Suisse gesponsert wird. Die Bank steht seit geraumer Zeit massiv in der Kritik, da sie viel Geld in Firmen investiert, die fossile Energien fördern.

Der Vorwurf der Aktivisten: Die Bank schmücke sich in Werbekampagnen mit dem positiven Image des Tennisspielers Roger Federer, während einige ihrer Investitionen gleichzeitig die Umwelt schädigten.

Selbst Greta Thunberg mischt sich ein

Ihren Ärger tun sie auf Twitter kund. Unter dem Hashtag #RogerWakeUpNow (Roger wach jetzt auf) sind unzählige Tweets zu finden, die gegen den Schweizer zielen und fordern, dass er das Sponsoring der Credit Suisse kündigt. Der Hashtag trendet und sorgt international für Schlagzeilen.

"Roger Federer, werde Klima-Champion und leihe Credit Suisse nicht weiter dein Image, solange sie die Zerstörung unserer Zukunft und unserer Kinder finanziert", heißt es beispielsweise in einem Tweet, in einem anderen wird er auf seine Kinder angesprochen: "Welche Welt wollen Sie Myla, Lennart, Leo und Charlene hinterlassen?"

Selbst Klimastreik-Ikone Greta Thunberg mischt sich ein. Sie prangert mit ihren über 4 Millionen Followern Federer an, indem sie entsprechende Twitter-Beträge teilt.

Kündigung wäre verkraftbar

Dass der Hashtag gerade jetzt populär ist, hat einen Grund. Stehen diese Woche schließlich fünf Frauen und sieben Männer in Lausanne vor Gericht wegen Hausfriedensbruchs. Sie waren im November 2018 in den Lausanner Bank-Sitz eingedrungen und hatten dort Tennis gespielt.

Roger Federer hat sich bislang nicht zur Kampagne geäußert. Tatsache ist: Eine allfällige Kündigung der Vereinbarung mit der Schweizer Großbank dürfte zumindest finanziell für ihn verkraftbar sein. Schließlich soll der Schweizer laut amerikanischen Schätzungen beim Klub der Milliardäre anklopfen. So sollen seine Gesamteinnahmen bald eine Milliarde Dollar übertreffen.

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