Huawei Watch GT 2e im Test: "e" steht für effizient

Huawei hat neben der P40-Smartphone-Serie auch die neue Uhr Watch GT 2e vorgestellt. Wir haben den sportlichen Ableger der GT 2 bereits getestet.

Nach der Veröffentlichung der Watch GT 2 legt Huawei mit der Watch GT 2e nach. Die Unterschiede der beiden Modelle sind beinahe nur äußerlicher Natur: Von der Huawei Watch GT 2e gibt es derzeit nur ein 46-Millimeter-Modell, das anders als die große Variante der GT 2 über kein Mikrofon und keinen Lautsprecher verfügt und deswegen Anrufe nicht direkt auf der Uhr unterstützt und auch keine Musik direkt auf der Uhr abspielen lässt. Mehr Unterschiede gibt es beim ganz neuen Design der Smartwatch.

Die Abmessungen von rund 53 x 46,8 mm x 10,8 mm Millimeter macht die Uhr eher zu einem Modell in Herrengröße und mit 72 Gramm inklusive Armband ist sie auch angenehm schwer geraten. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, das Armband aus Kunststoff. Wie bei bisherigen Modellen können die Bänder aber einfach getauscht werden, der Aufnahmemechanismus ist aber ein anderer als jener bei der GT 2.

Die Abmessungen von rund 53 x 46,8 mm x 10,8 mm Millimeter macht die Uhr eher zu einem Modell in Herrengröße und mit 72 Gramm inklusive Armband ist sie auch angenehm schwer geraten. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, das Armband aus Kunststoff. Wie bei bisherigen Modellen können die Bänder aber einfach getauscht werden, der Aufnahmemechanismus ist aber ein anderer als jener bei der GT 2.

Sportlicheres Auftreten als zuvor

Das Gehäuse zeigt ein aufgeräumteres, sportlicheres Design. Die beiden Bedienknöpfe an der rechten Seite des Gehäuses sind nicht rund, sondern rechteckig und abgeflacht, was sie etwas leichter bedienbar macht. Über die obere Taste gelangt man gewohnt zum Menü mit Trainings- und Einstellungsmodi, die untere Taste startet direkt den Trainingsbildschirm oder kann auch mit einer anderen Funktion belegt werden. Per Wisch über den Screen lassen sich Herzfrequenz- oder Stress-Anzeige einblenden, ein langer Druck führt zur Auswahl des digitalen Ziffernblatts.

Der Uhrenbildschirm ist von einer neuen Lünette umgeben, die je nach Modell entweder geriffelt oder mit Zahlen belegt ist. Die Qualität ist hervorragend, Kratzer kamen selbst bei gröberen Trainings und Arbeiten nicht zustande. Da Display und Lünette unter dem Glas liegen, wirkt die Oberseite der Uhr wie aus einem Guss. Ebenso der Übergang von Gehäuse ins Uhrband, der nun anders als bei der GT 2 keine Lücke aufweist. Auch ist die Uhr Wasser- und Staub-dicht, weswegen sie beim Schwimmen ebenso wie beim Duschen getragen werden kann.

Fast identisches Innenleben

Auch bei der Watch GT 2e kommt der hauseigene Kirin A1 Prozessor zum Einsatz, der eine flüssige Leistung ebenso wie eine hohe Akkulaufzeit garantiert. Im Betrieb ohne tägliches Training kommt man dabei auf zwei Wochen, mit Training auf immer noch sehr starke zehn Tage. Huawei macht zwar ein Geheimnis aus dem Arbeitsspeicher der Watch, unsere Messungen stellen aber eine größere Ausstattung als bei der GT 2 fest, was ein noch schnelleres Reagieren der Apps ermöglicht.

Als Speicher stehen in der Uhr etwas weniger als vier Gigabyte zur Verfügung. Dieser Platz kann mit MP3s vom Smartphone gefüllt werden, die sich dann über Bluetooth-Kopfhörer oder das Smartphone steuern und abspielen lassen. Apps lassen sich auf der Uhr keine installieren, es handelt sich um ein geschlossenes Betriebssystem von Huawei. Geladen wird die Uhr über eine mitgelieferte Ladeschale und ein Ladekabel, in rund einer Stunde ist sie wieder auf vollem Batteriestand.

Sehr viel mehr Sport und Sauerstoffmessung

Die sonstige Ausstattung gleicht ebenso der GT 2: Beschleunigungssensor, Gyroskop, Geomagnetischer Sensor, Optischer Herzfrequenz-Sensor, Umgebungslichtsensor, Luftdrucksensor und Kapazitiver Sensor sowie GPS und Glonass. Letztere sorgen dafür, dass man nicht zwingend das Smartphone beim Training dabei haben muss, denn die Uhr bekommt auch ohne Handy-Verbindung ein hervorragendes Signal. Aktivitätsaufzeichnungen können zum Teil auf der Uhr und ausführlicher in der Health-App von Huawei betrachtet werden.

Geboten werden auch alle möglichen Benachrichtigungen von Anrufen über SMS und WhatsApp, Funktionen wie Stress- und Herzfrequenzmessung, Schlafüberwachung, Atemübungen und Sporttracking. Beim Sport sind neu 85 Sportarten dazugekommen, darunter ausgefallene wie Skateboarden oder Taekwondo. Ebenfalls neu ist die Messung des Blutsauerstoffs (SpO2), die auch bei der GT 2 jüngst per Update nachgeliefert wurde. Ein Lob gibt es auch für die Health-App, die sich trotz immer weiter wachsender Funktionen extrem übersichtlich zeigt.

Der sportliche Bruder gefällt

Die Huawei Watch GT 2e ist definitiv kein Nachfolger der GT 2 und wer eine solche besitzt, findet auch keinen Grund, auf die GT 2e zu wechseln. Dennoch gefällt der Ansatz, eine bestehende, tolle Watch in einem neuen Design zu verpacken. Mit der GT 2e verliert man zwar das verbaute Mikrofon und den Lautsprecher, kann sich dafür aber über offenbar mehr Arbeitsspeicher, ein sportlicheres Design und neue Sportmodi freuen. Letztere werden vermutlich auch bald auf der GT 2 mit einem Update verfügbar sein. Die Akkulaufzeit ist mit zwei Wochen sehr effizient ausgefallen.

Gewohnt gut ist die Verarbeitung der Uhr, trotz des günstigeren Preises wurde hier nicht gespart. Einziger Kritikpunkt ist, dass sich keine eigenen Apps auf der Watch installieren lassen. Da die Huawei Watch GT 2e aber eher als Multisport-Trainingsuhr und nicht als reine Smartwatch gesehen werden kann, fällt dieses Manko für uns kaum ins Gewicht. Spannend ist jedenfalls der Preis gestaltet: Während es die Huawei Watch GT 2 jetzt schon ab 180 (42 Millimeter) beziehungsweise 190 Euro (46 Millimeter) gibt, kostet die neue Huawei Watch GT 2e 170 Euro.

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