Ein riesiger Radau riss in der Nacht auf Mittwoch den ehemaligen Gemeinderat Gerald Depaoli (63) in Innsbruck aus dem Schlaf. Beim ehemaligen Berufs-Feuerwehrmann und nunmehrigen Pensionisten, der am Fuße der Nordkette in einem Haus am Stadtrand lebt, war ein besonders ausgefuchster Räuber "eingebrochen" – ein Fuchs!
Das Raubtier hatte ihm in den vergangenen Tagen bereits fünf seiner sieben Haus-Hennen geholt, doch diesmal schlug der Kater beim Ex-Politiker und Gründer der Liste "Gerechtes Innsbruck" lautstark Alarm. Vom lauten Jaulen aufgeschreckt, verkeilte sich der Fuchs auf der Flucht unglücklich zwischen einem Zaun und der Katzenklappe, blieb auf der Terrasse des Tirolers stecken.
"Es war ein wahnsinniger Radau, auch der Fuchs fauchte wie wild", beschreibt der Ex-Gemeinderat im Gespräch mit "Heute" die dramatischen Szenen zur Geisterstunde. Gemeinsam mit seinem 18-jährigen Junior bekämpfte der zweifache Familienvater den Fuchs mit einem Besen, befreite ihn schließlich aus seiner misslichen Lage.
"Wenn man seinen Feinden hilft, soll das Glück bringen", hofft der Ex-Gemeinderat auf eine Belohnung für die gute Tat. Die letzten zwei verbliebenen Hühner – Henriette und Barbara – sind übrigens zum Glück wohlauf und legen bereits wieder Eier. Des Nachts werden nun Käfig und Hühnerauslaufbereich noch besser versperrt.