Ein freilaufender Hund hat am Montagnachmittag in Wien-Döbling einen heftigen Streit zwischen einem Autofahrer und einem Fußgänger ausgelöst. Die Auseinandersetzung eskalierte derart, dass der Lenker laut Polizei einen Schlagring gezogen und seinen Kontrahenten bedroht haben soll.
Wenig später griffen Beamte ein und stellten gleich zwei verbotene Waffen sicher. Der Vorfall ereignete sich gegen 16 Uhr.
Nach Angaben der Landespolizeidirektion Wien überquerte ein nicht angeleinter Hund die Fahrbahn. Ein 64-jähriger Autofahrer aus Deutschland musste deshalb stark abbremsen.
Anschließend kam es zu einer heftigen verbalen Auseinandersetzung mit dem 41-jährigen Hundebesitzer. Im Verlauf des Streits soll der Autofahrer einen Schlagring hervorgeholt und den Mann damit bedroht haben. Danach fuhr der 64-Jährige mit seinem Auto weg.
Alarmierte Polizeikräfte konnten den Tatverdächtigen kurze Zeit später in einem nahegelegenen Kaffeehaus antreffen. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs entdeckten die Beamten laut Polizei einen Schlagring sowie ein Ringmesser.
Beide Gegenstände gelten nach dem Waffengesetz als verbotene Waffen und wurden sichergestellt. Außerdem stellten die Polizisten bei dem 64-Jährigen eine Alkoholisierung von 0,68 Promille fest.
Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn sprach die Polizei zudem ein vorläufiges Waffenverbot aus. Der 41-jährige Hundebesitzer wurde nach den Bestimmungen des Wiener Tierhaltegesetzes angezeigt, weil sein Hund laut Polizei nicht angeleint war.
Der 64-jährige Autofahrer muss sich wegen Verstößen gegen das Waffengesetz sowie nach verkehrsrechtlichen Bestimmungen verantworten.
Zusätzlich ordnete die Staatsanwaltschaft Wien an, den Mann wegen des Verdachts der schweren Nötigung auf freiem Fuß anzuzeigen. Das bedeutet, dass gegen ihn ermittelt wird, ohne dass Untersuchungshaft verhängt wurde.
Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Ablauf der Auseinandersetzung aufgenommen. Dabei soll unter anderem geklärt werden, wie sich der Streit nach der Notbremsung entwickelte.