Sirenen reißen die Gemeinde Naas (Bezirk Weiz) in der Nacht auf den 6. Jänner aus dem Schlaf. In Birchbaum steht kurz nach 1 Uhr früh eine Wohnung im ersten Obergeschoß eines Mehrparteienhauses in Brand. Der Auslöser ist ebenso banal wie gefährlich: Ein Hundebett stand zu nah an einem elektrischen Heizkörper und fing Feuer.
Die 57-jährige Bewohnerin bemerkte den Brand rechtzeitig, warf das bereits brennende Hundebett aus dem Fenster und brachte sich anschließend gemeinsam mit ihrem Hund ins Freie. Sie wurde noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr vom Roten Kreuz versorgt und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das LKH Weiz eingeliefert. Weitere Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Brandwohnung.
Die Feuerwehr Weiz wurde um 01:18 Uhr mittels Sirenenalarm zu einem Zimmerbrand gerufen und rückte mit drei Fahrzeugen und 17 Einsatzkräften aus. Die Löscharbeiten erfolgten unter schwerem Atemschutz. Um eine Rauchausbreitung zu verhindern, setzten die Einsatzkräfte einen Rauchvorhang ein, anschließend wurde das Stiegenhaus mittels Druckbelüftung entraucht.
Aus einer Nachbarwohnung im Obergeschoß konnte eine Person mit einer Brandfluchthaube gerettet werden. Eine weitere Person wurde aus dem Erdgeschoß in Sicherheit gebracht. Weitere Verletzte gab es nicht.
Nach dem Löschen des Feuers kontrollierte die Feuerwehr den Brandbereich mit einer Wärmebildkamera. Zudem wurden Möbelstücke und Brandgut aus der Wohnung entfernt, um mögliche Glutnester auszuschließen. Neben der Feuerwehr standen auch Polizei und Rotes Kreuz im Einsatz.
Gegen 02:45 Uhr konnte der Einsatz nach rund eineinhalb Stunden beendet werden. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unklar, Ermittlungen zur genauen Brandursache laufen. Fest steht: Ein falsch platzierter Schlafplatz für den Hund reichte aus, um ein ganzes Wohnhaus in Alarm zu versetzen.