Prozess in Graz startet

Burschenschafter attackiert – 7 Angeklagte vor Gericht

Beim Akademikerball in Graz wurde im Jänner ein 60-jähriger Burschenschafter attackiert. Sieben Personen müssen sich nun vor Gericht verantworten.
Newsdesk Heute
05.01.2026, 12:34
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein Überfall nach dem Akademikerball in Graz beschäftigt nun das Gericht: Am Mittwoch stehen sieben Personen wegen schweren Raubs vor dem Strafrichter. Der Grund dafür ist eine Attacke auf einen 60-jährigen Burschenschafter, bei der auch seine Studentenkappe geraubt wurde.

Wie "Heute" berichtete, passierte der Vorfall im Jänner 2025: Der Mann hatte gegen 3 Uhr früh gemeinsam mit seiner Frau den Grazer Congress verlassen, als die beiden plötzlich von einer Gruppe verfolgt wurden. Zwei Personen rissen dem Burschenschafter die Studentenkappe vom Kopf. Danach soll die Gruppe den 60-Jährigen geschlagen und getreten haben. Er blieb bewusstlos am Boden liegen, die Angreifer flüchteten.

Staatsschutz ermittelte

Schon damals ging das Opfer von einem politischen Motiv aus: "Ich habe mich als Burschenschafter zu erkennen gegeben und meine Couleur getragen." Er vermutete, dass seine Kappe als "Trophäe" entwendet worden sei. Auch die Polizei stufte den Angriff von Beginn an als politisch motivierte Gewalttat ein.

In der Folge übernahm das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung den Fall, es wurde in der linken Szene ermittelt. Dort wiederum wurde von "politische Motivation" hinter der polizeilichen Verfolgung gesprochen; "Völlig überzogen" und "konstruiert" seien die Vorwürfe, hieß es damals.

Sieben Personen angeklagt

Die Ermittlungen führten schließlich zu sieben Verdächtigen. Anfang März wurden zunächst zwei Tatverdächtige in Graz festgenommen – ein Österreicher und eine Österreicherin im Alter von 23 und 25 Jahren. Als wichtiges Puzzleteil galt Material einer Überwachungskamera vom Tatort.

Kurz darauf wurden drei weitere Personen an ihren Grazer Adressen ausgeforscht. Zwei Deutsche mit Wohnsitz in Graz, die zunächst fehlten, wurden mit europäischem Haftbefehl gesucht – unter dem Fahndungsdruck meldeten sie sich schließlich selbst bei der Polizei. Nach den Einvernahmen stand laut Ermittlern fest: Alle Verdächtigen sollen der linken Antifa-Szene zuzuordnen sein.

Ab Mittwoch wird der Fall nun vor Gericht verhandelt. Angeklagt sind sieben Personen wegen schweren Raubs. Ein Deutscher und ein Österreicher gelten laut Anklage als unmittelbare Täter, berichtet die "Kleine Zeitung". Die übrigen fünf Angeklagten, darunter auch Frauen, werden als Beitragstäter geführt: Sie sollen Aufpasserdienste übernommen und gemeinsam mit dem Duo geflüchtet sein.

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.01.2026, 12:34
Jetzt E-Paper lesen