Hawaii ist einem direkten Treffer durch Hurrikan "Lala" entgangen. Folgenlos blieb der Sturm dennoch nicht: Heftiger Regen und starke Winde sorgten auf der Inselgruppe für Probleme, auf Big Island waren rund 20.000 Haushalte ohne Strom.
"Lala" zog am Samstagabend Ortszeit an der Südspitze der größten Hawaii-Insel vorbei. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC erreichte der Sturm dabei Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde, traf aber nicht direkt auf Land.
Nicht nur Big Island musste sich auf die Auswirkungen des Hurrikans einstellen. Auch für weitere Inseln des US-Bundesstaates galt eine Sturmwarnung, darunter Oahu mit der Hauptstadt Honolulu.
Das NHC warnte vor starkem Wellengang und heftigen Niederschlägen. Bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter wurden erwartet. Durch die großen Regenmengen bestand zudem die Gefahr von Erdrutschen. Auf Big Island fiel während des Sturms bei rund 20.000 Haushalten die Stromversorgung aus.
Hawaiis Gouverneur Josh Green hatte bereits vor der Annäherung von "Lala" reagiert und den Notstand ausgerufen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Dass die Inselgruppe in diesem Jahr verstärkt mit Tropenstürmen rechnen muss, hängt auch mit dem Wetterphänomen El Niño zusammen. Die dadurch höheren Temperaturen im Pazifik begünstigen die Entstehung solcher Stürme. Meteorologen erwarten deshalb eine überdurchschnittlich aktive Saison.
Der letzte größere Hurrikan, der Hawaii direkt traf, war "Iniki" im Jahr 1992. Sechs Menschen kamen damals ums Leben, zudem entstanden Schäden in Millionenhöhe.
Erst im vergangenen Monat hatte sich mit "Fausto" ein weiterer Hurrikan auf die Inselgruppe zubewegt. Dieser änderte jedoch seinen Kurs und zog nördlich an Hawaii vorbei.