Hütter: "Fußball in Österreich ist mühsam"

Seit einer Woche ist Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt als Trainer im Amt. Im Antritts-Interview vergleicht er auch den Kick in Deutschland und Österreich.

Als Cheftrainer ist Adi Hütter der neue starke Mann beim deutschen Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Von einem autoritären Führungsstil will der YB-Bern-Meistermacher aber nichts wissen.

"Ich habe keinen autoritären Führungsstil, aber ich möchte für die Spieler eine Autoritätsperson sein. Hart und gleichzeitig gerecht, so etwas brauchst du im heutigen Profi-Geschäft", erklärt der gebürtige Vorarlberger im "Bild"-Interview. "Wenn du Freund bist mit den Spielern, es nur gut mit ihnen meinst, hast du ein Problem, wenn es mal nicht läuft. Aber noch viel gefährlicher ist es, wenn du als Trainer zu weit weg bist."

Im Gespräch vergleicht Hütter auch den Fußball in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Fußball ist in Deutschland eine Kultur, das ist in Österreich und der Schweiz vielleicht nicht so. Wenn man die Spiele oft im Fernsehen gesehen hat, ist es einfach toll, jetzt unten für Eintracht an der Linie zu stehen", freut sich der 48-Jährige auf die kommende Saison beim amtierenden DFB-Pokal-Sieger. "Der Modus, mit 34 Spielen und 18 Vereinen, ist was anderes. In der Schweiz oder in Österreich spielst du vier Mal gegeneinander, das ist schon manchmal mühsam."

"Ich habe als Spieler zu emotional reagiert"



Hütter blickt auch auf seine Karriere als Mittelfeldspieler zurück, die ihn mit Austria Salzburg 1994 bis in das Finale des UEFA-Cups (0:1-Pleite gegen Inter Mailand) führte. "Ich habe in Halbzeit-Pausen, wenn etwas nicht so funktioniert hat, zu emotional reagiert. Ich habe jetzt nicht mit Gegenständen geworfen, aber ich habe erst mit der Zeit gelernt, dass es wichtig ist, in der Pause die richtigen Wort zu finden", erinnert er sich.

Als Trainer kommt das heute nicht mehr vor: "Das Wichtigste als Trainer ist, sich unter Kontrolle zu haben. Als junger Trainer war ich einfach zu ehrgeizig, wollte jedes Spiel gewinnen, wollte nach oben kommen. Ich bin relativ schnell darauf gekommen, dass das nicht gut ist."

(Heute Sport)

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