Da ist er, der erste Sieg für Robert Ibertsberger als Trainer der Wiener Austria. Beim 3:1 seiner Mannschaft über Sturm Graz waren die Favoritner zwar nicht das bessere Team, leisteten sich aber auch weniger Fehler.
"War vielleicht jetzt mal nicht so die gute Leistung von uns, wir waren vielleicht auch die schlechtere Mannschaft heute, aber ich glaube, heute hat auch der Wille mal gesiegt", musste auch Ibertsberger nach dem Spiel im "Sky"-Interview zugeben. Genutzt hat Sturm die bessere Statistik allerdings nichts.
Durch den Sieg gelang der Austria ein wichtiger Schritt in Richtung Europacup-Startplätze. Allerdings ist der Weg dorthin weiterhin nicht einfach, da der WAC einen 4:0-Erfolg gegen St. Pölten feierte. Die Wolfsberger haben bei zwei ausstehenden Spielen nach wie vor vier Punkte Vorsprung. Auf die Austria wartet also noch ein hartes Stück Arbeit, weshalb Ibertsberger den Sieg nur vorsichtig genießen möchte.
"Durchatmen tun wir jetzt gar nicht. Wir haben ja noch ein großes Ziel vor uns und wir müssen einfach nächste Woche schauen, dass wir da noch nachlegen. Und da werden wir auch nicht durchatmen. Für uns war einfach wichtig, dass wir die Spiele mal für uns entscheiden und das haben wir Gott sei dank gemacht", so der 42-Jährige Interimstrainer.
Mann des Spiels war Kapitän Alexander Grünwald, der diesmal auf der rechten Außenbahn zum Einsatz kam. Nachdem er zuletzt auch als Innenverteidiger aushelfen musste, durfte er gegen die Grazer mal wieder in eine offensivere Position schlüpfen – mit Erfolg. Die ersten beiden Tore erzielte der 30-Jährige selbst, den dritten Treffer durch Christoph Monschein bereitete er mustergültig vor.
"Top-Leistung, mit zwei Toren belohnt. Man sieht einfach, wie wichtig er für uns ist und unser Spiel. Speziell auch für das Umschaltspiel, wenn er diesen Raum und diese Zeit bekommt, um die Bälle tief zu spielen, dann ist er extrem wertvoll, weil er auch ein sehr, sehr gutes Passspiel hat", geriet Ibertsberger anschließend ins Schwärmen.
Doch auch für den Rest der Mannschaft fand der gebürtige Salzburger lobende Worte: "Es war eine Top-Performance, aber nicht nur vom Grüni (Grünwald, Anm.) allein, sondern ich muss auch ein großes Kompliment an die Mannschaft machen. Wie sie sich zurückgekämpft hat, und das Spiel und speziell die zweite Halbzeit an sich genommen hat."
Zwei Runden vor Saisonende liegt die Austria hinter den punktegleichen Grazern auf Platz fünf. Am kommenden Sonntag können die Veilchen im Heimspiel gegen den WAC den Rückstand aber weiter verkürzen.
(red)