Sonnenbrillen, Hüte oder gefälschte Trikots - Strandverkäufer gehören mittlerweile zum gewohnten Bild an vielen Urlaubsstränden. Doch auf Ibiza in der Gemeinde Sant Josep ist damit jetzt Schluss.
Seit dem 4. Juli gilt dort eine neue Verordnung, die sowohl den Verkauf als auch den Kauf bei nicht autorisierten Händlern mit empfindlichen Strafen belegt.
Wie chip.de unter Berufung auf die Berliner Morgenpost und Diario de Ibiza berichtet, müssen Verkäufer mit Bußgeldern von bis zu 750 Euro rechnen. Käufer zahlen rund 150 Euro. Wer sich eine Massage am Strand gönnt, muss sogar mit bis zu 500 Euro Strafe rechnen.
Besonders am beliebten Strand von Ses Salines sind an manchen Tagen bis zu 20 Strandhändler unterwegs. Sie sprechen gezielt Touristen an, die ausländisch wirken und teure Kleidung tragen - meist mit einem freundlichen "Hello my friend!".
Neben klassischen Produkten wie Sonnenbrillen oder Strandtüchern bieten manche sogar Massagen, kalte Getränke und Eiscreme an.
Problematisch ist vor allem, dass das eingenommene Geld häufig bei kriminellen Banden und Herstellern gefälschter Waren landet. Die Händler selbst haben meist einen unklaren Aufenthaltsstatus und arbeiten unter harten Bedingungen.
Erst Mitte Juni beschlagnahmte die lokale Polizei in Port des Torrent rund 200 gefälschte Trikots sowie gefälschte Luxushandtaschen.