Auf einer ICE-Fahrt von Sylt nach Berlin wurde am Samstag ein ungeplanter Halt eingelegt – jedoch nicht wegen einer technischen Störung oder eines Notfalls. Der Grund: Im gesamten Zug war das Toilettenpapier ausgegangen.
Wie auf Instagram berichtet wurde, informierte der Zugchef die Fahrgäste, dass der ICE vor der Abfahrt nicht mit Toilettenpapier ausgestattet worden war. Kurzerhand stoppte der Zug in Hamburg-Bergedorf, damit der Zugchef Nachschub besorgen konnte.
Wie "Bild" berichtet, lief der Zugchef zum nächsten Supermarkt und kehrte mit drei Packungen Klopapier zurück. Fahrgäste lobten die Initiative des Mitarbeiters in den sozialen Medien und feierten ihn als "Mitarbeiter des Monats".
Eine Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigte auf Anfrage das Ereignis: Der ICE habe tatsächlich einen außerplanmäßigen Zwischenstopp eingelegt, nachdem festgestellt wurde, dass zu wenig Toilettenpapier an Bord war. Normalerweise werde der Vorrat vor Abfahrt kontrolliert, dies sei wegen eines kurzfristigen Personalausfalls nicht passiert.
Die Bahn begrüßte ausdrücklich das eigenverantwortliche Handeln ihres Mitarbeiters. Die Kosten für das Klopapier übernimmt das Unternehmen. Im Internet wurde die Aktion vielfach als vorbildlich kommentiert.