Heiße Bauarbeiten

Monatelange Zug-Verspätungen auf der Weststrecke

Wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn und im Inntal kommt es ein halbes Jahr lang zu Umleitungen und Verspätungen in Österreich Bahnverkehr.
Newsdesk Heute
02.06.2026, 15:20
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Schlechte Nachrichten für alle Pendler auf der Weststrecke oder jene, die eine Reise in diese Richtung planen. Von 14. Juni bis 12. Dezember 2026 wird wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn die Strecke Passau-Obertraubling gesperrt. Das wird auch für den innerösterreichischen Verkehr zum Problem: Während der Bauzeit werden täglich rund 120 Güterzüge, die üblicherweise über Passau fahren, über die Weststrecke München – Salzburg – Wels umgeleitet.

Durch die hohe Streckenauslastung am Deutschen Eck müssen Züge teilweise langsamer fahren. Die Fahrzeit zwischen Salzburg und München bzw. Innsbruck verlängert sich in beiden Richtungen um rund 15 Minuten. Fahrgäste auf der Strecke zwischen Wien und Vorarlberg müssen mit 30 Minuten längeren Fahrzeiten rechnen.

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Züge Richtung Vorarlberg fahren in Innsbruck rund eine halbe Stunde später ab, Züge Richtung Innsbruck fahren in Vorarlberg entsprechend früher ab. Die ÖBB bitten Fahrgäste, sich kurz vor Reiseantritt über ihre Verbindungen zu informieren und Zeitreserven einzuplanen (oebb.at, westbahn.at, oebb.at/baustellen, 05-1717 und SCOTTY mobil).

So kommt man nach Deutschland

Das Angebot von und nach Deutschland wird über alternative Routen organisiert, der Münchner Hauptbahnhof übernimmt dabei eine zentrale Umstiegsfunktion. Auf der ICE-Linie über Passau fahren keine Züge im Abschnitt zwischen Wien und Nürnberg. Die alternative Reiseroute von Wien, St. Pölten und Linz nach Deutschland und retour führt über den Bahnknoten München Hbf, von dem aus Verbindungen in alle Regionen Deutschlands bestehen

Der RJX Wien – Linz – Salzburg – München und retour fährt im Zwei-Stunden-Takt mit rund 15 Minuten Fahrzeitverlängerung. Zusätzlich fahren zwei ICE-Züge pro Richtung von Wien über Salzburg nach München und retour. Drei zusätzliche EC-Züge gibt es pro Richtung von Wien über Linz, Wels und Simbach/Inn nach München und retour. Der Nightjet von Wien nach Hamburg/Amsterdam und retour wird umgeleitet.

Eine Bauarbeit kommt selten allein

Parallel zu den DB-Bauarbeiten finden Bauarbeiten im Unterinntal statt. Diese haben zusätzliche Auswirkungen auf den Fernverkehr auf der Weststrecke: Von 10. Juli bis 16. September kommt es in Innsbruck bei Fernverkehrszügen zu späteren Ankünften aus Richtung Wien/Salzburg bzw. früheren Abfahrten in Richtung Salzburg/Wien und somit zu einer längeren Reisezeit zwischen Salzburg und Innsbruck.

Über die Sommermonate erhalten die beiden Tunnel der neuen Unterinntalbahn einen nachhaltigen Modernisierungsschub. Aufgrund der steigenden Verkehrsnachfrage erfolgt eine sogenannte signaltechnische Blockverdichtung und im Terfnertunnel die Fertigstellung des Überholbahnhof Vomp im Auftrag der BBT SE.

Das bedeutet, dass besonders im Hinblick auf die Fertigstellung des Brenner Basistunnels engere Zugfolgen gefahren werden können und so die geplanten Zugfahrten möglich sind. Für die Blockverdichtung und den Überholbahnhof Vomp wird das europaweit einheitliche Zugsicherungssystems ETCS verwendet. Damit wird ein flüssiger und leistungsfähiger Zugbetrieb in Tirol und im europäischen Korridor sichergestellt.

Auch Nahverkehr betroffen

Von 22. August bis 16. September haben die Bauarbeiten zusätzliche Auswirkungen auf den Fahrplan. Die Interregio-Züge (IR) enden bzw. beginnen in Wörgl Hauptbahnhof und fahren nicht bis Innsbruck Hauptbahnhof. Als Ersatz halten Railjet Xpress Züge (RJX) zusätzlich in Jenbach

Infolge der geänderten Fernverkehrsfahrzeiten und der hohen Streckenauslastung kommt es auch im Nahverkehr in Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg zu Fahrplanänderungen und Zugausfällen. Ein verlässliches und attraktives Verkehrsangebot bleibt in allen Regionen bestehen. Einzelne IC-Züge im Abschnitt Wels – Salzburg und retour entfallen zugunsten eines möglichst stabilen Nahverkehrs.

Weitere Sperren kommen

Die umfangreichen Sperren der Deutschen Bahn für die Sanierungsarbeiten stellen sicher, dass künftig auch in Deutschland eine leistungsfähige und zuverlässige Infrastruktur für den Bahnverkehr zur Verfügung steht – mit langfristigem Nutzen für den Bahnverkehr in Österreich und ganz Europa. Die ÖBB arbeiten eng mit der DB zusammen, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.

Weitere geplante Streckensperren im Netz der Deutschen Bahn mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Österreich werden in den kommenden Jahren zwischen Freilassing – Rosenheim sowie zwischen Rosenheim – München erwartet.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.06.2026, 15:20
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