Wienerin steckt fest

Chaos bei den ÖBB – Zug kurz vor Abfahrt gestrichen

Zug-Chaos in Wien– für einen Kongress wollte Marie W. vom Hauptbahnhof nach Hamburg fahren. Statt einer entspannten Reise hatte sie Stress pur.
Jana Stanek
17.04.2026, 21:37
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Im grünen Sportanzug, mit Jause und Koffer stand Marie W. (40) am 16. April pünktlich um 19:36 Uhr auf ihrem Gleis am Wiener Hauptbahnhof. "Ich habe mich auf eine richtig gemütliche Fahrt nach Hamburg zu meinem Kongress gefreut", erzählt die Wienerin im "Heute"-Talk. Doch alles kam anders – plötzlich wurde ihr Zug 15 Minuten vor Abfahrt storniert und die Reise vermasselt.

Plötzlicher Ausfall

Bereits auf der Anzeigetafel am Gleis war Marie klar: Hier stimmt etwas nicht. "Meine Garnitur wurde einfach nicht angezeigt." Der Zug sollte sich während der Reise in zwei Garnituren teilen, eine davon sollte Richtung Hamburg und eine nach Amsterdam fahren. "Der angezeigte Zug auf dem Display war schlichtweg zu kurz."

Sofort rief die Wienerin bei den ÖBB an und fragte nach, was es damit auf sich habe. Nach 15 Minuten in der Warteschleife nahm endlich jemand ab. "Erst erklärte man mir, dass der Zug bloß verspätet sei, doch dann bekam auch die Dame am Hörer wohl die Info: Mein Zug fällt aus." Die Garnitur nach Hamburg sei schadhaft gewesen.

Für Marie besonders frustrierend: "Solche Ausfälle sind doch nicht erst 15 Minuten vor Abfahrt bekannt!", wundert sie sich. Warum der Zug nicht schon früher gecancelt wurde, versteht sie nicht.

Auch im Service-Center gab es wenig Hilfe, wie Marie W. schildert. Sinnvolle alternative Verbindungen hätte es ohnehin keine mehr gegeben. "Ich habe meinen Kongress absagen müssen. Das Geld habe ich zurückbekommen, aber die ÖBB sollten ihre internen Prozesse einfach überdenken", steht für sie fest.

Schadhafte Garnitur

Auf "Heute"-Anfrage bestätigten die ÖBB den Vorfall. "Im betreffenden Fall ist die Wagenstörung leider sehr kurzfristig aufgetreten", heißt es von der Pressestelle. Eine Ersatzstellung einer anderen Garnitur sei trotz intensiver Anstrengungen aller Beteiligten nicht möglich gewesen. In Absprache mit dem Kundenservice konnten die Kundinnen und Kunden entweder auf einen anderen Nightjet oder einen Tagzug umbuchen. Alternativ bestand die Möglichkeit, den Zug zu stornieren und sich den Preis rückerstatten zu lassen.

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