Was als Traumreise begann, veränderte das Leben von Elisabeth A. schlagartig. Die Oberösterreicherin wurde während eines Ausflugs auf den Galapagos-Inseln von einem Hai angegriffen und schwer verletzt.
Elf Tage nach dem Unglück liegt die Linzerin in einem Krankenhaus in Guayaquil in Ecuador. Trotz der dramatischen Ereignisse blickt sie nach vorne. "Ich habe so viel Glück, noch am Leben zu sein", sagt sie im Gespräch mit den "OÖNachrichten".
Der Angriff ereignete sich während einer Schnorcheltour vor der Insel Santa Fe. Gemeinsam mit ihrem Mann, einem Guide und weiteren Touristen wollte Elisabeth A. die Tierwelt der Inseln erkunden. Während sie im flachen Wasser trieb und ihre Kamera ausrichtete, kam es plötzlich zur Attacke.
"Er kam aus dem Nichts, niemand hatte zuvor einen Hai gesehen", erinnert sich die Linzerin im Gespräch mit den "Oberösterreichischen Nachrichten". Das Tier biss sich in ihrem Bein fest. "Ich habe versucht wegzukommen, er hat dann von mir abgelassen. Die anderen kamen gleich zu Hilfe und brachten mich aufs Boot."
Nach dem Angriff begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Zwei kanadische Ärzte aus der Reisegruppe leisteten Erste Hilfe. Danach wurde Elisabeth A. mit dem Boot nach Santa Cruz gebracht und operiert. Später folgte der Weitertransport nach Guayaquil.
Dort mussten die Ärzte schließlich ihren rechten Unterschenkel amputieren. Für die Linzerin kam die Entscheidung nicht überraschend. "Als ich ihn nach dem Hai-Angriff gesehen habe, wusste ich, dass er nicht zu retten sein wird. Ich konnte mich also darauf einstellen."
Auch ihr linkes Bein wurde bei der Attacke verletzt. "Der Hai hat mich dreimal auch in mein linkes Bein gebissen, doch nicht so tief. Die Wunden verheilen gut", erzählt sie in den "OÖNachrichten".
Mittlerweile hat Elisabeth A. mit einer Gehhilfe bereits erste Schritte gemacht. Besonders dankbar zeigt sie sich für die Unterstützung vor Ort. "Alle haben sich so gut um mich gekümmert", sagt sie. Vor allem ihr Mann habe in den vergangenen Tagen Enormes geleistet. "Mit der Sprachbarriere war das eine organisatorische Höchstleistung von ihm."
Ihren 30. Geburtstag feierte die Oberösterreicherin am Montag im Krankenzimmer. Trotz der schweren Verletzungen schaut sie optimistisch in die Zukunft. "Heutige Prothesen sind wahre Wunderwerke. Ich werde mein Leben weiterleben können."