Blicke waren ihm zu viel

"Ich will das nicht" – Richter schimpft mit Marius

Klare Ansage vom Richter. Weil sich Marius Borg Høiby (29)und ein Zeuge immer wieder Blicke zuwarfen, griff Richter Jon Sverdrup Efjestad ein.
Heute Entertainment
11.03.2026, 18:40
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Jetzt verliert auch schon der Richter die Geduld. Während ein enger Freund von Marius Borg Høiby im Zeugenstand saß, bemerkte Richter Jon Sverdrup Efjestad, dass sich der Angeklagte und der Zeuge immer wieder intensiv anschauten.

Daraufhin unterbrach er die Verhandlung mit einer klaren Ansage: "Ich will das hier nicht haben", sagte Efjestad und ermahnte beide, sich keine Blicke mehr zuzuwerfen und keinen ständigen Augenkontakt zu halten.

Offenbar richtete sich die Mahnung nicht nur an den Angeklagten und den Zeugen. Auch das mutmaßliche Opfer saß im Gerichtssaal – und wurde laut Beobachtern ebenfalls immer wieder von Høiby angeschaut.

Der Zeuge, der zu diesem Zeitpunkt aussagte, kennt Høiby seit rund zehn Jahren. Die beiden lernten sich auf einer Surfreise in Marokko kennen.

Auch Staatsanwalt stichelt los

Auf Fragen der Staatsanwaltschaft erklärte er, dass er bei seinem Freund zwar ein Drogenproblem sehe, aber kein klares Muster von Gewalt: "Ich glaube, Marius hat zumindest ein Drogenproblem. Es ist schwer für mich zu sagen, ob er ein Wutproblem hat, da ich dem nicht so oft ausgesetzt war. Drogen und Alkohol können bei seinen Wutausbrüchen eine Rolle spielen."

Er habe Høiby zwar wütend und auch weinend erlebt, aber nie "gewalttätig wütend".

Diese Darstellung ließ Staatsanwalt Sturla Henriksbø nicht unkommentiert. Er erinnerte den Zeugen an frühere Aussagen bei der Polizei – und an einen Vorfall nach einer Gartenparty im Jahr 2022.

Damals soll Høiby seinen Freund mitten in der Nacht angerufen und beschimpft haben. Hintergrund war Eifersucht: Høiby vermutete, sein Freund habe mit seiner damaligen Freundin, Influencerin Nora Haukland, geflirtet.

"An einem Tag sehr wütend, am nächsten überglücklich"

"Er war sehr wütend. Zuerst dachte ich, er scherzt. Aber dann meinte er es ernst", sagte der Zeuge. Danach habe Høiby den Kontakt zeitweise abgebrochen.

Der Freund berichtete außerdem, dass sie oft über Høibys Drogenprobleme gesprochen hätten. "Ich habe immer wieder versucht, ihn zur Reha zu ermutigen. Manchmal klappte es, manchmal nicht."

Auch zu den Vorwürfen des mutmaßlichen Opfers aus dem Osloer Stadtteil Frogner äußerte er sich und beschrieb Høibys Stimmung als sehr wechselhaft: "Er kann an einem Tag sehr wütend sein und am nächsten Tag plötzlich überglücklich."

Zwischendurch soll Høiby laut dem Zeugen auch an Partys teilgenommen haben, die bis zu einer Woche dauerten.

Der Prozess gegen Høiby läuft noch bis 19. März. Ihm werden insgesamt 40 Straftaten vorgeworfen, darunter schwere Gewalt- und Sexualdelikte. Diese Vorwürfe weist er zurück.

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