Wenn die Temperaturen sinken, suchen Igel ein sicheres Winterquartier. Mit einem Igelhaus im eigenen Garten kannst du den stacheligen Nützlingen dabei helfen – ob selbst gebaut oder gekauft.
Beim Bau eignen sich Holz oder Stein besonders gut. Einen Boden braucht das Häuschen nicht unbedingt. Wichtig ist aber, dass das Erdreich darunter mit Sand oder Kies aufgefüllt wird, damit es innen trocken bleibt.
Der Eingang sollte mindestens zehn Zentimeter groß und geschützt sein, wie 24garten.de nach Angaben von Wildtierexpertin Dr. Friederike Scholz vom BUND erklärt. Der falsche Standort kann fatale Folgen haben.
Das Igelhaus sollte in einer ruhigen, witterungsgeschützten Ecke des Gartens stehen – am besten unter einer Hecke. Der Eingang weist idealerweise zur wetterabgewandten Seite. Der Platz sollte schattig sein, damit der Igel im Frühjahr nicht zu früh aufwacht.
Außerdem muss das Häuschen trocken stehen und auf wasserdurchlässigem Erdreich, damit sich keine Nässe staut.
Ist das Igelhaus einmal aufgestellt, richtet sich der Igel selbst ein. Er polstert es mit Laub aus der Umgebung aus. Du kannst auch etwas trockenes Laub hineingeben.
Stroh und Heu solltest du aber nicht verwenden – sie haben ihre Tücken, warnt die Expertin. Zusätzlich kannst du Laub und Reisig obendrauf schichten. Das isoliert und wirkt natürlicher.
Bei der Reinigung gilt: keine chemischen Reiniger verwenden. Die Expertin empfiehlt, dabei Handschuhe zu tragen. Nach dem Trocknen kann das Häuschen wieder aufgestellt werden – Igel nutzen es auch im Sommer gerne als Schlafplatz.