Sport

Iker Casillas: "Happel-Gras als Souvenir"

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:09

Stargoalie von Real Madrid und Held der EURO 2008: Seine Erinnerungen an eine magische Fußball-Nacht und: Seine Gedanken über Österreichs junge Elf, das Spiel am Mittwoch sowie die Idole Ronaldo und Kaka.

Herr Casillas, das Länderspiel am Mittwoch gegen Österreich im Wiener Happel-Stadion - etwas ganz Besonderes für Sie?

Natürlich, diese Stadt und dieses Stadion werden immer in meinem Herzen sein. Der Finalsieg gegen Deutschland war der Höhepunkt meiner Karriere - nicht zu vergleichen mit den Erfolgen bei Real Madrid. Ein Stück Rasen vom Torraum im Happel-Stadion erinnert mich an diese magische Nacht.

Was sonst noch?

Dieses Gefühl, als ich den Pokal in die Höhe stemmen durfte. Es war unbeschreiblich, ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten.

Wann war für Sie klar, dass Spanien den Titel holen kann?

Nach dem Viertelfinalsieg gegen Italien. Da wussten wir, wir können mit dieser schlimmen Serie, die entscheidenden Partien zu verlieren, brechen. Als Fabregas den letzten Penalty verwertet hatte, platzte ich fast vor Glück.

Experten sehen Spanien als derzeit weltbestes Team. Was macht diese Truppe so stark?

Wir spielen ohne Angst und mit großem Vertrauen in unsere Stärken. Und: Wir sind eine Einheit. Systeme und Spielzüge sind von allen verinnerlicht.

Spanien, Weltmeister 2010?

Das ist natürlich unser Ziel. Nur: Einfach wird es nicht. Die Niederlage beim Confederations Cup gegen die USA hat gezeigt, wie schnell es im Fußball passieren kann.

Gilt das auch für Mittwoch?

Natürlich, Österreich wird alles versuchen, um uns vor eigenem Publikum zu besiegen.

Ist das überhaupt möglich?

Wer Frankreich und Rumänien zu Hause schlagen kann, muss über Qualität verfügen.

Welche Spieler kennen Sie?

Ich bin ehrlich: Vom aktuellen Aufgebot kaum einen. Janko ist mir ein Begriff. Dann auch noch Manninger und Arnautovic, aber die sind am Mittwoch ja nicht dabei. Mehr ein Begriff sind mir Legenden wie Krankl, Polster und Rodax - sie waren früher in Spanien der Schrecken der Torhüter.

Das sollten jetzt ihre neuen Mannschaftskollegen Cristiano Ronaldo und Kaka sein. Warum läuft es für sie noch nicht so gut?''

Die beiden sind - wie auch alle anderen Fußballer - normale Menschen, keine Maschinen. Sie müssen sich erst an die neuen Mitspieler und an die Liga gewöhnen. Erfolg kommt nicht am ersten Tag, er muss hart erarbeitet werden.

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